3 Besonderheiten über liposomale Nahrungsergänzungsmittel, von denen du noch nichts wusstest

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Liposomale Nahrungsergänzungsmittel sind in letzter Zeit in aller Munde geraten (Wortspiel nicht beabsichtigt). Sie werden zur Behandlung von Nährstoffmängeln, aber auch präventiv eingesetzt, um eventuell entstehenden Mängeln entgegenzuwirken. Ihre Entwicklung stellt aber vor allem einen riesigen Fortschritt dar, da Nährstoffe durch diese Technologie besser bioverfügbar gemacht werden konnten, indem der Stoff erst in einem gewissen Bereich unseres Körpers, wo er auch aufgenommen werden soll, freigesetzt wird. Die Bioverfügbarkeit gibt an, wie viel von einem Stoff von unserem Körper aufgenommen werden kann und wie effizient. Welche Vorteile diese Technologie gegenüber anderen Nahrungsergänzungsmitteln bietet, erfährst du hier.

#1 Das steckt hinter dem Begriff „liposomal“

Liposomal, das bezieht sich auf die sogenannten Liposome. Liposome dienen als Transporter eines Stoffes wie eines Vitamines, Mineralstoffes oder aber auch eines Arzneistoffes. Vielleicht kennst du den Begriff Lipid. Lipide sind Fette, also Substanzen, die natürlich hydrophob sind, das bedeutet, dass sie Wasser abweisen. Stell dir ein Liposom wie eine Kugel vor, deren äußere Hülle aus Lipiden (also Fett) besteht und somit Wasser abweist, und unter dem Fett gibt es eine Schicht einer hydrophilen Substanz, das bedeutet, dass sie wasserliebend ist.

Was du nun in deinem Kopf zusammengebaut hast, ist eine Mizelle: ein Konstrukt, das nach außen hin fettliebend ist, innen wasserliebend. Würdest du eine Mizelle in ein Glas Wasser tauchen, – abgesehen davon, dass sie so klein ist, dass wir sie ohne Mikroskop nicht sehen können – würde sie auf der Oberfläche schwimmen. Würdest du sie hingegen in ein Glas Öl tauchen, würde sie sich auflösen.

Mit Mizellen, die du vielleicht schon aus der Kosmetik kennst, lässt sich Fett und Schmutz lösen, sie dienen als Make-up Entferner, Putzmittel und vieles mehr. Nun möchten wir aber natürlich nichts lösen, sondern Stoffe in unserem Körper transportieren. Das funktioniert indem wir aus der Mizelle ein Liposom machen. Wir brauchen dafür einfach zwei Mal das selbe Konstrukt. Wir fügen an eine fettliebende Phase, eine wasserliebende Phase an und dann noch einmal eine wasserliebende Phase und noch einmal eine fettliebende Phase. Nun haben wir eine „Kugel“ mit einem Hohlraum, indem sich Stoffe transportieren lassen. In der Naturwissenschaft wird dieses Prinzip auch als Bilayer bezeichnet, also einfach „Zweischichtig“ auf Deutsch. Biologische Konstrukte wie Zellmembranen basieren auf diesem Prinzip der Bilayer und sorgen so dafür, dass alles, was aus der Zelle draußen bleiben soll, draußen bleibt, und alles, was drinnen bleiben soll, drinnen bleibt.

#2 Das bringen Liposomen in deinem (oder deinen) Körper

Für die pharmakologische Produktion von Liposomen gibt es verschiedene Ausgangsstoffe, die hier nicht unbedingt von Bedeutung sind. Wichtig ist jedoch, dass man sich auf ein natürliches Prinzip beruft und dieses eben im Labor unter sicheren und immer gleichbleibenden Bedingungen herstellen kann, um Sicherheit zu gewährleisten.

In der Medizin oder auch bei Nahrungsergänzungsmitteln sorgt die Mizelle dafür, dass der in ihr enthaltene Stoff nicht im Magen aufgelöst wird, sondern erst im Darm, wo die Fettverdauung stattfindet, freigesetzt wird. Alle Stoffe, die also im Darm aufgenommen werden sollen, können durch dieses Prinzip wunderbar zu diesem Ort transportiert werden, ohne zuvor der starken Magensäure und Enzymen ausgesetzt worden zu sein. Dadurch lässt sich nicht nur sicherstellen, dass die Stoffe auch dahin kommen, wo sie hinsollen, es lässt sich auch die Dosis eines Stoffes verringern, die benötigt wird, um eine bestimmte Funktion zu erfüllen. Das ist vor allem bei Arzneimitteln wichtig, die in höheren Dosen starke Nebenwirkungen mit sich bringen können.

#3 Diese Nährstoffe eignen sich besonders für die liposomale Form

#1 Vitamin C

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das wir hauptsächlich über Obst und Gemüse zu uns nehmen, das aber leicht durch Hitzeeinwirkung (Kochen, Garen) seine Zusammensetzung verliert. Normalerweise haben wir kaum noch Vitamin-C-Mangelfälle, jedoch gibt es dennoch Personengruppen, die gerne hin und wieder Vitamin C supplementieren. Das kann auf verschiedene Weisen geschehen: Über Kapseln mit Pflanzenextrakten, die reich an Vitamin C sind, oder über reines Ascobinsäurepulver, das man in einen Fruchtsaft oder Wasser einrühren kann, oder über Brausetabletten, usw.

Studien haben herausgefunden, dass liposomal verabreichtes Vitamin C in höheren Dosen vom Körper aufgenommen werden kann. Vitamin C ist übrigens bei der Supplementierung relativ unbedenklich. Der Bedarf eines durchschnittlichen Erwachsenen liegt bei 100mg pro Tag und bei starken Rauchern bei 200mg pro Tag.

#2 Curcuma

Der in Curcuma enthaltene Pflanzenstoff Curcumin ist relativ schwer von unserem Körper aufnehmbar. Die bisher beste, bekannte Variante war es, Curcuma-Pulver mit schwarzem Pfeffer in Kapseln einzunehmen, oder auch, das Pulver mit heißem Wasser aufzugießen und fein gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzuzufügen. Der Pfeffer sorgt hierbei für eine erhöhte Bioverfügbarkeit. Durch die Liposomen hingegen lässt sich reines Curcumin aufnehmen, ohne dabei ein eher gewöhnungsbedürftiges Getränk wie dieses Curcuma-Pfeffer-Gemisch trinken zu müssen. Ebenso lässt sich die Dosis sehr gut einstellen und die ganze oder gemahlene Curcuma-Wurzel kann man ja immer noch zum Kochen verwenden.

#3 OPC – Oligomere Proanthocyanidine

OPC kennst du sicher schon als sekundären Pflanzenstoff, der vor allem in Traubenkernextrakt zu finden ist. Den Pflanzen, in denen OPC enthalten ist, dient dieser Stoff als Antioxidans. Er schützt sie vor UV-Strahlung, aber auch vor starker Kälte oder Hitze und teilweise sogar vor dem Gefressen-werden.

Wenn du OPC oder Traubenkernextrakt schon kennst, weißt du vielleicht auch, dass dieser Stoff sehr bitter ist. Bei Menschen mit sehr empfindlichen Mägen kann die Einnahme von Traubenkernextrakt wegen seiner enthaltenen Bitterstoffe zu Magenkrämpfen führen. (Um das zu vermeiden, empfehlen wir übrigens, die Kapseln nicht auf nüchternen Magen einzunehmen.)

Der Vorteil von der liposomalen Variante im Vergleich zu Pulvern oder Kapseln ist, dass der Stoff nicht nur im Magen von der Magensäure geschützt wird, sondern auch der Magen vor ihm.

#4 Coenzym Q10

Coenzym Q10 ist aus vielen Hautcremes, aber eben auch im Bereich der Nahrungsergänzung bekannt. Auch bei diesem Stoff ist es von wesentlichem Vorteil, dass dieser gut aufgenommen werden kann und nicht etwa von der Magensäure angegriffen und eventuell frühzeitig abgebaut wird.

Andere Stoffe, die man supplementieren kann und die durch Liposome geschützt und somit besser bioverfügbar gemacht werden können, sind:

  • Magnesium
  • Zink
  • Vitamin B12
  • Vitamin B-Komplex
  • Vitamin D3
  • Vitamin K2
  • Eisen

Fazit

Wie du siehst, sind liposomale Nahrungsergänzungsmittel eine empfehlenswerte Innovation, die viele Vorzüge mit sich bringt. Dadurch, dass der jeweilige Nährstoff von Liposomen, also Fettbläschen, umschlossen ist, wird sichergestellt, dass der Stoff auch wirklich da angelangt, wo er hin soll und wo er schlussendlich aufgenommen werden kann: Im Darm. Die Liposomen sind sozusagen das Transportmittel und stellen sicher, dass der jeweilige Stoff sich nicht schon frühzeitig auflöst oder abgebaut wird. Außerdem sind liposomale Nahrungsergänzungsmittel eine empfehlenswerte Alternative für Menschen, die sich schwer damit tun, Präparate in Kapselform zu schlucken. Dank der neuen Technologie kannst du dein Nahrungsergänzungsmittel der Wahl ganz einfach in einen leckeren Saft oder Smoothie mischen und problemlos trinken. Wenn du liposomale Nahrungsergänzungsmittel noch nicht ausprobiert hast, ist jetzt also höchste Zeit dafür.


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