Was wirklich hinter deinen Gelenkschmerzen steckt (und wie du sie überwinden kannst)

Ernährung Fitness Tipps

Dieser Artikel wurde von unserer Autorin Alexandra verfasst. Alexandra ist sportlich sehr aktiv und hat jahrelang verschiedenste Sportarten mit großer Leidenschaft betrieben - von Yoga über Schwimmen bis hin zu Kampfsport.

Ich wette mit dir, dass du es auch kennst: Du bewegst dich viel, treibst vielleicht sogar Sport, achtest auf deine Ernährung und trotzdem spielt die eigene Fitness doch nicht immer so mit, wie du möchtest? Ich selber war seit meiner Kindheit sehr sportlich und konnte so verschiedenste Sportarten ausprobieren, weshalb ich mich immer für „sportlich weitsichtig“ hielt: Ich wärmte mich auf, wie es eben so gefordert wird und ich achtete auf die passende Ernährung. Jahrelang war das meine geheime Fitness-Formel. Da ich außerdem nie irgendeine Art von Sportverletzung hatte, hielt ich mich für ziemlich unverwundbar.

Bis ich eines Tages, abends nach einer Trainingseinheit, leichte Knieschmerzen merkte. Das war erstmal kein Grund zur Sorge für mich, da ich die leichten Schmerzen auf eine nicht ganz so optimale Bewegung beim Training schob.

Aber in den kommenden Tagen wurden die Schmerzen einfach nicht besser, sondern schlimmer! Also musste ich einer unschönen Tatsache ins Auge blicken: Mein Kniegelenk war wohl nicht mehr ganz so fit, wie ich dachte. Bis dahin hatte ich einfach kaum an die Gesundheit meines Kniegelenks gedacht, sondern vielmehr an die Gesundheit meiner Muskeln.

So wurde mir bewusst: Meine Gelenke hatte ich bisher völlig ignoriert. Also war ich jetzt gezwungen die Aufmerksamkeit, die ich ihnen bisher nicht geschenkt hatte, intensiv nachzuholen. Eigentlich hatte ich immer gedacht, Gelenkschmerzen würden erst dann zum Thema werden, wenn ich meinen 70. Geburtstag feiere, aber da lag ich wohl falsch.

In den Wochen nach dem Auftreten meiner Gelenkschmerzen habe ich mich also intensiv damit auseinandergesetzt und es nach einer langen Suche endlich geschafft, meine Gelenkschmerzen loszuwerden. Daher möchte ich dich jetzt an dem, was ich gelernt habe, teilhaben lassen. Vielleicht sitzt du ja auch gerade mit einem schmerzenden Ellbogengelenk zu Hause und fragst dich, wie du den Schmerz endlich los wirst. Bleib gespannt und erfahre jetzt, was ich alles versucht habe, um die richtige Lösung für mich zu finden! Vielleicht hilft sie dir ja auch!

#1 Schonen, schonen, schonen!

Ja, das ist besonders für Sportbegeisterte nicht unbedingt leicht. Möglicherweise kribbelt es dir schon in den Füßen und du möchtest unbedingt wieder eine Runde mit dem Fahrrad drehen? Das kannst du natürlich machen, wenn du dabei dein schmerzendes Gelenk schonen kannst. Achte aber auch im Alltag darauf, das Gelenk nicht übermäßig zu beanspruchen. Oft reicht das einem leicht überbeanspruchten Gelenk, um sich wieder zu erholen. Dabei solltest du dir natürlich auch Gedanken darüber machen, was genau zu den Schmerzen geführt hat und diese Bewegung ganz besonders meiden. Ich selbst habe mein Knie einige Wochen lang geschont und mich vor allem auf Sportarten konzentriert, die meine Knie nicht zu sehr beanspruchen, wie beispielsweise Schwimmen.

Leider reicht das einfache Schonen nicht immer aus, vor allem dann nicht, wenn das Gelenk über eine längere Zeit übermäßig beansprucht wurde. Das habe ich jedenfalls gemerkt, als der Schmerz nach einigen Wochen immer noch nicht verschwunden war und sich im Alltag immer häufiger bemerkbar machte: Beim Treppensteigen, beim Fahrradfahren oder bei spontanen Bewegungen… nicht schön. Also musste eine andere Maßnahme her!

#2 So stützt und schützt du das schmerzende Gelenk

Also hieß es, härtere Geschütze aufzufahren. Ich habe mich dazu entschieden mein Knie zu stützen, und zwar mit einer Bandage. Diese Bandagen gibt es beispielsweise in Reformhäusern oder Sportfachgeschäften und helfen dir dabei, dein Gelenk im Alltag tatsächlich mehr zu schonen, als es durch den einfachen Gedanken „schonen!“ möglich ist: Schonen Plus, sozusagen! Ich habe allerdings irgendwann gemerkt, dass auch das Schonen mit einer Bandage mir nicht sonderlich viel geholfen hat. Der Schmerz blieb, Frustration kam auf. Ich hoffe natürlich, dass es dir da anders ergeht. Ansonsten schau hier, was ich als nächstes unternommen habe…

#3 Wenn sich der Weg zum Arzt nicht mehr vermeiden lässt

Natürlich ist es lästig einen Arzttermin auszumachen, eine halbe Ewigkeit im Wartezimmer zu warten, um dann einen selbst überlasteten Arzt vor sich sitzen zu haben. Suche dir also einen fachlich und menschlich geschulten Arzt, bei dem du dich gut aufgehoben fühlst. Ich habe selbst lange nach einem passenden Arzt gesucht, aber ihn irgendwann doch gefunden - und es lohnt sich! Denn bei meinem Besuch beim erstbesten Arzt wurde mir geraten: „Dann schonen Sie sich mal einige Wochen und tragen vielleicht eine Bandage, dann wird das schon wieder!“

Ja, leider ja nicht, was ich dem Arzt dann auch mitteilte...

#4 Ursache oder Symptom bekämpfen?

Er verschrieb mir daraufhin ein Schmerzgel, das gegen den Schmerz helfen sollte - also das Symptom. Das ist natürlich eine ganz gute Idee, wenn man sich nicht mit der tatsächlichen Ursache des Schmerzes auseinandersetzen möchte.

Das ist in etwa so, als würde ich einen Eimer unter ein tropfendes Dach stellen. Klar, den Eimer kann ich von Zeit zu Zeit austauschen, wenn er voll ist. Aber wäre es nicht sinnvoll, das Leck zu reparieren? Also ging meine frustrierende Reise weiter…

Was tun, wenn nichts hilft?

Mehrere Monate lang versuchte ich meine Schmerzen loszuwerden, aber nichts war so wirklich erfolgsversprechend. Also beschloss ich mich näher mit dem Thema Gelenke auseinanderzusetzen, um endlich mehr über die wirkliche Ursache für meine Schmerzen herauszufinden. Dabei fand ich so einiges Spannendes heraus, was ich vorher nie wusste: Wusstest du zum Beispiel, dass der Mensch rund 140 echte Gelenke hat und etwa 212 "gelenkige Verbindungen"?

Was Gelenke sind, weißt du natürlich. Aber weißt du auch, was gelenkige Verbindungen sind? Gelenkige Verbindungen sind Knochenverbindungen, die nicht wie bei normalen Gelenken einen Spalt aufweisen, sondern bindegewebsartig miteinander verbunden sind. Dadurch sind diese gelenkigen Verbindungen wesentlich weniger „gelenkig“, also beweglich, als normale Gelenke.

Unsere sechs großen Gelenke sind…

  • die Hüfte
  • das Knie (mein "Patient-Gelenk")
  • das Sprunggelenk
  • die Hand
  • der Ellbogen
  • und die sehr bewegliche Schulter.

Und hier steckt das Geheimnis zur Beweglichkeit unserer Gelenke

Was für die Bewegungsfreiheit der Gelenke sorgt, sind die Bänder und die im Gelenk enthaltene Gelenkflüssigkeit. Während die Bänder die Gelenke stabilisieren und genau präzisieren, in welchem Maße das Gelenk bewegbar ist, ist die Hauptaufgabe der Gelenkflüssigkeit (auch Gelenkschmiere oder Synovialflüssigkeit genannt), die Bewegung zwischen den zwei dort zusammentreffenden Knochen zu ermöglichen. Also möglichen Druck abzufedern und flüssige Bewegungen möglich zu machen. Im Falle meines Knies war das offensichtlich nicht mehr möglich.

Was jeder über seine Gelenkflüssigkeit wissen sollte

Das Gelenk besteht aus Knorpeln, Bindegewebe und Gelenkflüssigkeit. Die Gelenkflüssigkeit wiederum besteht aus Glukose, Hyaluronsäure, Fetttröpfchen, Proteinen (Albumin und Globuline), Wasser (ganze 94%!) und Mucinen (das ist ein Bestandteil von Schleimen im menschlichen Körper). Hyaluronsäure wird in speziellen Bindegeweben produziert, also direkt in unserem Körper, und bindet große Mengen Wasser – Du kennst Hyaluron sicherlich, weil es auch in unserer Haut vorkommt. Wusstest du auch schon, dass unser Körper zur eigenen Produktion von Hyaluron Magnesium nutzt?

Was habe ich also getan, um meiner Gelenkflüssigkeit etwas zurück zu geben (oder aber auch dem Knorpel und Bindegewebe in meinem Knie)?

#5 Dieses Wissen hat mir endlich geholfen

Sicher hat die Schonung des Gelenks auch zu seiner Besserung beigetragen. Aber die habe ich erst dann merklich gespürt, als ich angefangen habe, meinem Körper etwas zurück zu geben, wodurch er die Funktion meiner Gelenke von innen aufrechterhalten konnte.

Als Hobbysportlerin dachte ich zum Beispiel, Magnesium sei nur für den Erhalt einer normalen Muskelfunktion und normaler Knochen hilfreich. Es trägt aber auch zu einer normalen Eiweißsynthese bei, also dass unser Körper diese selber neubilden kann – und, wie ich herausgefunden habe, wird Magnesium auch zur körpereigenen Herstellung von Hyaluron genutzt.

Magnesium, das steckt in vielen Obst- und Gemüsesorten, aber auch Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Kürbiskerne sind auch ein hervorragender Magnesium-Lieferant!

Was ich auch gelernt habe? Vitamin C – man kennt es ja als Immunsystem-Helfer – trägt zu einer normalen Kollagenbildung bei. Kollagen wiederum steckt unter anderem in Knochen und Knorpel und unterstützt deren Erhaltung.

Obwohl ich immer der Ansicht gewesen war, mich rundum gesund zu ernähren, habe ich also nochmal ganz genau darauf geachtet, was so alles in meinen täglichen Mahlzeiten steckt, und darauf, welche Nährstoffe ich brauche und zu mir nehme. Eine ausgewogene und abwechslungereiche Ernährung - ja, man hört es immer wieder, aber es stimmt - ist also ein absolutes Muss!

Ein kleiner Exkurs: Welche Gelenkbeschwerden gibt es überhaupt?

Du kennst es sicher: Man hat Beschwerden und sucht erst mal bei Google, woran diese liegen könnten. So kam ich bei meinen Recherchen auch nicht drum herum, etwas über Gelenkerkrankungen zu lernen – schließlich wollte ich gleich schon lernen, diese zu erkennen, sollte ich jemals von ihnen betroffen sein!

#1 Gelenkverschleiß

Natürlich können Gelenke im steigenden Alter verschleißen und entsprechend schmerzen. Besonders Personen ab 65 Jahren sind von dem degenerativen Verschleiß betroffen: Bei Männern sind das 31,2%, bei Frauen sogar 48,1%! Das trifft natürlich noch längst nicht jeden alternden Menschen, sondern Menschen mit einer genetischen Veranlagung und einigen Faktoren, die die Entstehung von Gelenkerkrankungen begünstigen. Frauen sind beispielsweise deutlich häufiger von verschlissenen Gelenken betroffen als Männer und haben durchschnittlich 3,9 schmerzende Gelenke, während Männer 3,6 schmerzende Gelenke haben. Zu den Faktoren, die Gelenkerkrankungen begünstigen, gehören auch Übergewicht, langfristige Überbelastung, Verletzungen, Unfälle, Fehlbelastungen und Fehlstellungen. Die am häufigsten betroffenen Gelenke bezüglich Gelenkverletzungen sind die Hüfte und… Überraschung: das Knie. Das ist gar nicht mal verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Hüfte und Knie beim Laufen teilweise das sechsfache Körpergewicht tragen müssen. Die Folgen erkrankter Gelenke sind Schmerzen, Steifigkeitsgefühl und ein Bewegungsdefizit!

#2 Arthrose

Bei Arthrose, der weitaus am häufigsten vorkommenden Gelenkskrankheit, verschleißen die Knorpel der Gelenke. Durch die Abnutzung der Knorpel kann dieser die beiden Knochen nicht mehr vor einander schützen und sie reiben aufeinander. Die Belastung kann also nicht mehr gleichmäßig verteilt werden, die Gelenke werden steif und unbeweglich… und Schmerzen treten auf. Durch die Schmerzen neigen viele Betroffenen dazu das Gelenk zu schonen, was zu einer verminderten Durchblutung des Knorpels führt, was wiederum den Knorpel zunehmend funktionsuntüchtig macht. Auch hier sind Studien zufolge Frauen häufiger betroffen als Männer!

Was mich aber noch verblüfft hat: Bei einer Studie, die sich mit Kniearthrose in den USA auseinander gesetzt hat, kam heraus, dass sich dieses Problem seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verdoppelt hat!

#3 Arthritis und Rheuma

Die Arthritis hingegen ist eine Entzündung des Gelenks, die akut oder chronisch sein kann. Zu der chronischen Form der Arthritis gehört das Rheuma. Neben Schmerzen können auch Schwellungen, Überwärmung, Rötung, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Flüssigkeit oder Eiter im Gelenk eine Arthritis begleiten. Ursachen für eine Arthritis können Autoimmunerkrankungen, Infektionen, Stoffwechselerkrankungen und Gelenkverschleiß sein. Rheuma gibt es in etwa 100 verschiedenen Formen und es kann jeden treffen, sogar Kinder. Dabei sind die Betroffenen von ziehenden Schmerzen betroffen.

Einige Faktoren, die die Entstehung von Gelenkerkrankungen begünstigen, lassen sich nicht verändern. Aber du hast dennoch die Möglichkeit, einen erheblichen Teil zur Beweglichkeit deiner Gelenke beizutragen, indem du Übergewicht abbaust, gelenkschonende Sportarten betreibst und deine Ernährung gelenkfreundlich optimierst!

Und jetzt? Mein Fazit

Durch meine Recherchen habe ich vor allem gelernt, dass es nicht reicht, nur Symptome zu behandeln, sondern ihnen auch auf den Grund zu gehen. Nur so konnte ich zu dem Schluss kommen, dass es nicht reichte, meine Gelenke von außen zu unterstützen, sondern auch von innen!

So habe ich es endlich geschafft, die nervigen Schmerzen in meinem Knie loszuwerden. Seitdem achte ich beim Sport besonders auf die richtige Form und Bewegung, und auch noch mehr darauf, mit welchen Nährstoffen ich meinen Körper von innen unterstütze.

In meinem nächsten Artikel gehe ich übrigens darauf ein, welche Tricks ich nutze, um im Alltag und auch beim Sport meine Gelenke zu schonen - um auch langfristig beweglich zu bleiben. Bleib am Ball und sei gespannt auf den nächsten Artikel!

 

Hinweis: Bei Gelenkproblemen ist ratsam, dass du immer zuerst einen Arzt oder entsprechend ausgebildeten Therapeuten zu Rate ziehst. Die hier genannten Tipps ersetzen keine ärztliche Untersuchung!


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