Kokosöl - das natürliche Wundermittel?

Kokosnüsse rufen Bilder von Palmen und weißen Sandstränden hervor und wecken die Lust auf Urlaub. Neben der erfrischenden Kokosnussmilch und dem leckeren Fruchtfleisch bieten Kokosnüsse aber noch eine andere wertvolle Eigenschaft: das Kokosöl.

Kokosöl, auch Kokosfett genannt, ist sehr vielseitig anwendbar und deckt rund 8 % des weltweiten Pflanzenölbedarfs. Es sollte in keiner Küche fehlen, denn es ist ein nützlicher Helfer beim Backen, Braten und Frittieren, aber auch in der Kosmetik sehr beliebt. Es kann sogar Biokraftstoff aus Kokosöl gewonnen werden.

Wie wird Kokosöl gewonnen?

Dieses feste Pflanzenfett, das eine weiß- bis weißlich-gelbe Farbe hat, wird aus dem Nährgewebe der Kokosnuss — dem Kopra — gewonnen. Dafür wird das Kopra (das Fruchtfleisch) zerkleinert und getrocknet und anschließend in Ölmühlen ausgepresst. In manchen Herstellungsverfahren wird das Kokosöl raffiniert und desodoriert.

Kokosöl — damals und heute

Seit langer Zeit stellt das Kokosöl zusammen mit anderen Produkten der Kokosnuss für viele Völker auf der Welt ein Grundnahrungsmittel dar. Kultiviert werden Kokospalmen schon seit 3000 bis 4000 Jahren, aber erst im 19. Jahrhundert wurden sie für die Weltwirtschaft interessant.

In der heutigen Zeit werden Kokospalmen in der ganzen Welt in tropischen Regionen an der Küste angebaut und die Erzeugnisse der Kokosnuss werden mehrheitlich regional konsumiert. Indonesien, Indien und die Philippinen sind die bedeutendsten Anbauländer und Kopra wird immer beliebter: Die Produktion von Kokosnuss wurde angekurbelt und hat sich seit dem Jahr 1980 verdoppelt.

Vielseitig einsetzbar in der Küche

Da im Kokosöl viele gesättigte Fettsäuren stecken, ist Kokosfett bei Raumtemperatur zwar fest, aber dank seines niedrigen Schmelzpunktes wird es sehr schnell flüssig, wenn es erhitzt wird. Somit eignet es sich hervorragend zum Braten, Kochen und Backen.

Wusstest Du beispielsweise, dass Eiskonfekt seine bekannte Kühle im Mund durch Kokosöl erhält? Kokosöl nimmt nämlich beim Schmelzen viel Wärme auf, wodurch beim Essen ein kühlender Effekt entsteht. Auch für andere Süßwaren wird Kokosöl verwendet, ebenso für die Margarineherstellung. Zu Hause kannst Du mit Kokosöl dank seines dezenten und exotischen Geschmacks leckere Gerichte zaubern.

Kokosöl für das Wohlbefinden

Kokosöl gilt als äußerst leicht und schnell verdaulich. Dabei ist sind die sogenannten MCT-Fettsäuren, die mit 65% den größten Anteil des Öls ausmachen, verantwortlich für die positiven Eigenschaften. 

Unser Vitamin D3 enthält ebenfalls dieses hochwertige MCT-Öl. 

Das Multitalent in der Kosmetik

Kokosöl ist in der Kosmetik äußerst beliebt. Das Kokosöl enthält eine hohe Menge an Laurinsäure und ist somit ein bedeutender Ausgangsstoff für Tenside, die für die Herstellung vieler kosmetischer Produkte verwendet wird, wie beispielsweise Shampoos, Sonnenschutzcremes, After-Sun-Produkte, Cremes, Seifen und Massageöl. Die Laurinsäure ist im Kokosöl so konzentriert wie in keinem anderen Kosmetikprodukt, das noch so hochwertig ist.

Kokosöl zeichnet sich auch dadurch aus, dass es Feuchtigkeit spendet und der Haut einen kühlenden Effekt verleiht. Es findet in der indischen Ayurveda-Behandlung Anwendung, um Hautkrankheiten zu bekämpfen. Außerdem soll Kokosöl auch als natürlicher Schutz gegen Mücken helfen.

Vorsicht beim Kauf

Auf dem Markt wird eine Vielzahl an Kokosölen angeboten, wovon aber nicht alle gleich hochwertig sind. Manche können auf mechanisch starke Weise verarbeitet und erhitzt sein, andere werden mit Chemikalien hergestellt, die das Extrahieren des Öls aus der Kokosnuss erleichtern.

Fazit:

Kokosöl bringt nicht nur einen Hauch Exotik ins Heim, es ist auch ein sehr vielfältiges und effektives Öl und somit ein echter Allrounder. Ein kleiner Tipp: Wenn Du dir gleich zwei Gläser Kokosöl ins Haus holst, dann kannst Du eins für die Küche und das andere fürs Badezimmer verwenden. So kannst Du Ihre Koch- und Kosmetikbedürfnisse gleichzeitig decken.

 


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