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Die Funktion der Schilddrüse: Wie die Hormone des kleinen Organs deinen gesamten Körper beeinflussen

Die Schilddrüse übernimmt im menschlichen Körper viele Aufgaben und ist für viele Funktionen und Mechanismen und deren Regulation enorm wichtig. Indem sie eine bestimmte Menge an Schilddrüsenhormonen ins Blut abgibt, bestimmt sie beispielsweise, wie viel Energie wir haben, wie gut unser Stoffwechsel funktioniert, oder wie schnell wir wachsen. Durch die geringe Größe der Schilddrüse ist uns oft gar nicht klar, wie wichtig und zentral sie tatsächlich für unseren Körper ist.

Die Schilddrüse hat großen Einfluss auf unser körperliches und sogar seelisches Wohlbefinden. Eine Schilddrüsen-Fehlfunktion kann daher schnell zu einem echten Problem werden. Und diese ist gar nicht so selten. Rund jeder Dritte Deutsche leidet mindestens einmal im Leben an einer Fehlfunktion der Schilddrüse. Was im Körper passiert, welche Beschwerden bei einem Hormon-Ungleichgewicht auftreten, wie die Schilddrüse eigentlich aufgebaut ist und welche Bedeutung sie für unseren Körper tatsächlich hat: das und vieles mehr haben wir in diesem Artikel für dich zusammengefasst.

Wie sieht die Schilddrüse aus und wo liegt sie?

Schauen wir uns zunächst einmal den Aufbau der Schilddrüse (lateinisch: Glandula thyroidea) an. Die Schilddrüse oder Schmetterlingsdrüse, wie sie ihrer Form wegen auch genannt wird, besteht aus zwei Lappen: dem Lobus dexter und Lobus sinister. Sie liegt vor der Trachea, unterhalb des Kehlkopfes und hat ein Gewicht von ca. 16-60 g. Abhängig ist das genaue Gewicht von mehreren Faktoren, wie zum Beispiel dem Alter und dem Geschlecht der betreffenden Person. Im Normalfall ist die Schilddrüse bei Erwachsenen jedoch nicht viel größer als eine Walnuss. Durch den Isthmus werden die beiden Lappen zusammengehalten und bilden so eine schmetterlingshafte Form. Die Schilddrüse wird zusätzlich von einer zweiblättriger Organkapsel umschlossen. Zwischen diesen Blättern befindet sich auch die Nebenschilddrüse. Schon gewusst? Bei ca. 33 % der Bevölkerung ist außerdem ein dritter Lappen vorhanden, der sogenannte Lobus pyramidalis. Er ist ein Überbleibsel aus unserer embryonalen Entwicklungsphase.  

Nun wissen wir also, wie die Schilddrüse aussieht und wie sie aufgebaut ist – was jedoch passiert hier und wofür ist die Schilddrüse eigentlich da?

Was passiert in der Schilddrüse?

Die Hormone der Schilddrüse, die wir dir gleich noch genauer vorstellen werden, sind enorm wichtig für eine Vielzahl von Vorgängen und Funktionen im menschlichen Körper. Die Schilddrüse bestimmt im übertragenen Sinne, wie aktiv unser Körper ist. Egal ob Stoffwechsel, Herz, Magen, Darm, Muskeln oder Nerven – sie alle werden von den Hormonen der Schilddrüse beeinflusst.

Kein Wunder also, dass auch unser seelisches Wohlbefinden, ja sogar Persönlichkeit, Sexualität und Fruchtbarkeit, sowie das Wachstum von Nägeln und Haaren und die Gesundheit unserer Haut maßgeblich von der Schilddrüse und ihren Hormonen abhängen. Ja sogar unser Kälte- und Wärmeempfinden, Konzentration, Wachheit und vieles mehr sind von der Schilddrüse abhängig. Kurzum: fast alle unsere Körperfunktionen und Organe sind auf die Arbeit der Schilddrüse angewiesen. Funktioniert hier also etwas nicht richtig, kann dies deinen gesamten Kreislauf nachhaltig beeinflussen und deinen Alltag damit erheblich beinträchtigen.

Wie arbeitet die Schilddrüse?

Im menschlichen Körper fungiert die Schilddrüse als ein Hormon-spendendes Organ und ist gleichzeitig ein Speicher. Sie ist die größte reine „exokrine Drüse des Menschen“, was bedeutet, dass eine Sekretion nach außen stattfindet. In diesem Fall bezieht sich “außen” beispielsweise auf die Haut.

Die Schilddrüse ist für die Produktion von den Schilddrüsenhormonen Tetrajodthyronin (T4) und Trijodthyronin (T3) zuständig, welche wiederum enorm wichtig für die geistige und körperliche Entwicklung des Menschen sind. Die Speicherung dieser Hormone erfolgt separiert in unserem Körper und können bei Bedarf freigesetzt und in den Blutkreislauf entlassen werden.

Die sogenannten C-Zellen der Schilddrüse produzieren Calcitonin. Dadurch werden Knochen-abbauende Zellen gehemmt und somit auch die Freisetzung von Knocheneigenem Kalzium. Im Endeffekt lässt sich so der Kalzium-Spiegel im Blutserum senken.

Die Nebenschilddrüse hingegen spendet das Parathormon (PTH), das indirekt die Knochen-abbauenden Zellen stimuliert. Durch den Abbau der Knochenstruktur steigt der Kalzium-Spiegel im Blut. Gleichzeitig wird neben Kalzium auch Phosphat freigesetzt und dann über die Niere ausgeschieden.

Die Hormone der Schilddrüse

Wie oben schon erwähnt, produziert die Schilddrüse die Hormone T3 und T4, die beide Jod enthalten. Durch die Verbindung von Jod und Thyreoglobulin (einem Protein der Schilddrüse) entsteht das T3 und T4, welche in beiden Fällen langfristig gespeichert werden können.

Das oben genannte Jod kann übrigens nicht in unserem Körper produziert werden und muss somit über die Nahrung aufgenommen werden. Um T3 und T4 freizusetzen, muss das angebundene Protein (Thyreoglobulin) wieder abgebaut werden.

Beinahe alle Zellen in unserem Körper besitzen Rezeptoren, um auf die Schilddrüsenhormone reagieren zu können. Das bedeutet, dass die Schilddrüsenhormone fast überall mit deinem Körper kommunizieren und Prozesse so beeinflussen können.

Der Transport der Hormone im Blut erfolgt überwiegend gebunden an ein Protein. Dadurch wird eine Halbwertszeit von ca. einer Woche ermöglicht. Frei liegendes T3 und T4 kommt im Blut nur in sehr geringen Mengen vor. Bei freiem T3 zum Beispiel sprechen wir von einem biologisch aktiven Hormon.

Schilddrüsenhormone und ihre Bedeutung für deinen Körper

Eine Person steht auf Skiern auf einem verschneiten Berg

Unser Körper braucht mal mehr und mal weniger Schilddrüsenhormone im Blut. Das verändert sich ganz nach Lebenslage. Kinder, die noch wachsen, brauchen mehr Energie - ebenso Schwangere oder Menschen, die an besonders kalten Orten leben. Die Schilddrüse muss also die Freisetzung der Hormone je nach Bedarf anpassen.

Dabei hilft die Hirnanhangdrüse (Hypophyse), welche die Hormonausschüttung der Schilddrüse reguliert. Die Hypophyse kontrolliert also, wie viel Schilddrüsenhormon im Blut vorhanden ist und gibt diese Information dann mit einer Aufforderung an die Schilddrüse weiter: „mehr produzieren” oder „Produktion verlangsamen”.

Ist der Hormonspiegel im Blut zu gering, schüttet die Hypophyse THS aus (Thyreoidea-stimulierendes Hormon). TSH fördert die Produktion der Hormonausschüttung. Es sorgt für die Bildung und Freisetzung der Hormone, für die Aufnahme von Iodid und außerdem kommt es zu einem allgemeinen Wachstum der Schilddrüse.

Gleiches gilt im umgekehrten Sinne: Ist der T3- und T4-Spiegel ausreichend hoch, wird die TSH- und TRH-Ausschüttung gehemmt. Und wie wir gelernt haben, sind TRH und TSH Hormone, die bei der Steuerung der Schilddrüsenfunktion eine zentrale Rolle spielen.

Bei einem Jod-Mangel sinkt die Konzentration an T3 und T4, wodurch unser Körper verstärkt TSH ausschüttet. Denn TSH fördert die Aufnahme von dem hier notwendigen Iodid. Außerdem kommt es durch TSH zu einem allgemeinen Wachstum der Schilddrüse

Die Speicherung beider Hormone im Körper kann über mehrere Wochen gelingen. Im Allgemeinen lässt sich sagen: je höher die Konzentration an T3 und T4 im Blut, desto intensiver die Arbeit der Körperzellen. Es wird also mehr Energie verbraucht.

Was darauf folgt kann zum Beispiel ein Anstieg der Körpertemperatur sein, ein erhöhter Puls, ein kräftiger Herzschlag, oder ein schnellerer Stoffwechsel. Damit kommt es zu einer angekurbelten Fettverbrennung, einem Wachstumsschub von Körper und Gehirn. Durch schnellere Reflexe und eine erhöhte Aufmerksamkeit kann es sogar zu einem aktiveren Nervensystem kommen. 

Die Hormone der Schilddrüse steuern den menschlichen Kreislauf maßgeblich mit

Die Hormone T3 und T4 sind also wichtige Botenstoffe, die deinen gesamten Stoffwechsel regulieren und somit darüber entscheiden, ob dein Kreislauf, Herz, Magen, Darm, Muskeln, Nerven und vieles mehr auf Hochtouren laufen oder eher auf Sparflamme.

Dementsprechend beeinflussen diese Hormone und somit die Schilddrüse natürlich auch dein seelisches Wohlbefinden und viele andere Dinge in deinem Leben. Die Schilddrüsenhormone können also anabole (den Stoffwechsel fördernde) und katabole (den Stoffwechsel abbauende) Prozesse gleichermaßen fördern. Es kommt zu möglichen Energieverlusten.

Nicht zuletzt deshalb ist eine funktionierende Schilddrüse natürlich sehr wichtig. Gerade bei Kindern und Säuglingen muss die Schilddrüse ganze Arbeit leisten. Denn ohne diese ist ein gesundes Wachstum von Kindern gar nicht erst möglich. Ihre Funktion für unseren Körper begleitet uns über alle Lebensphasen hinaus, ob für den Embryo, den Teenager oder den Erwachsenen.

Nährstoff-Empfehlungen: Lebensmittel, die dem kleinen Organ besonders schmecken

Damit deine Schilddrüse ihren Funktionen in deinem Körper normal nachgehen kann, ist es wichtig, dass sie alle Nährstoffe erhält, die sie benötigt. Eine ausgewogene Ernährung ist daher sehr hilfreich. Es gibt auch Lebensmittel, die "deiner Schilddrüse besonders gut schmecken":

Jod Komplex: Das Nährstoff-Multitalent für deine Schilddrüse 

Jod? Das kennen wir doch alle aus der Küche. Doch es ist nicht nur Bestandteil von jodiertem Speisesalz, sondern auch ein lebensnotwendiges Spurenelement. Wie wir bereits wissen, braucht unser Körper es zur Bildung von T3 und T4 in der Schilddrüse. Haben wir zu wenig Jod, gerät unser Hormonhaushalt schnell mal aus dem Gleichgewicht – mit vielfältigen Folgen für unseren gesamten Organismus.

Das Bild zeigt die Dose der Jod Komplex Kapseln für die Schilddrüse von Nature Love

Unser Körper kann Jod nicht selbst produzieren, daher müssen wir es über die Nahrung aufnehmen. Zum Glück kannst du mit unserem Jod Komplex deine Schilddrüse optimal unterstützen.* Und es wird noch besser: Unsere Kapseln enthalten nicht nur ausreichend Jod, sondern auch Selen, L-Tyrosin, Vitamin D3 und alle 8 B-Vitamine.

*Die vielseitige Kombination von natürlichen Inhaltsstoffen trägt nicht nur zur normalen Schilddrüsenfunktion, sondern auch zur Verringerung von Müdigkeit bei und unterstützt den normalen Energiestoffwechsel. Außerdem unterstützt sie die normale Funktion des Immunsystems, das eng mit der Schilddrüse zusammenarbeitet.

Leider gibt es nicht viele pflanzliche Quellen, die dich mit ausreichend Jod versorgen können. Umso besser also, dass unsere Kapseln komplett vegan sind. Selbstverständlich enthalten sie auch keinerlei unnötige Zusätze und sind laktose- und glutenfrei.

Was passiert, wenn die Schilddrüse nicht normal arbeitet?

In der Regel lassen sich bestimmte Konzentrationen der Schilddrüsenhormone im Blut nachweisen. Diese unterscheiden sich bei Erwachsenen, Kindern und Schwangeren und können auch bei Abweichungen oft noch kein Grund für Beunruhigung darstellen.

Weichen diese Werte jedoch stark von der Norm ab, könnte es sein, dass eine Schilddrüsenfehlfunktion vorliegt. Aber Achtung: eine fundierte Diagnose kann nur ein Arzt nach eingehender Prüfung stellen. Hierzu wird eine Blutprobe entnommen und in einem Labor untersucht. Stimmt etwas nicht mit deiner Schilddrüse, kann dies mehrere Ursachen und Folgen haben, die wir im nächsten Abschnitt etwas näher beleuchten wollen. Tatsächlich hat ein Drittel der Deutschen im Laufe des Lebens mit einer Schilddrüsenerkrankung zu tun. Sie sind also keine Seltenheit und können in jedem Lebensalter vorkommen. Das Risiko auf eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse steigt jedoch im zunehmenden Alter. Interessant ist hierbei auch, dass Frauen scheinbar anfälliger für Schilddrüsenerkrankungen sind. Bei welchen Symptomen du aufhorchen solltest, erläutern wir im nächsten Abschnitt.

Schilddrüsenüberfunktion: Hormon-Überproduktion

Bei einer so genannten „Hyperthyreose“ oder Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse zu viel T3 und T4, ohne dass diese benötigt werden. Es kommt also zu einer Misskommunikation zwischen Bedarfsstelle (Blutplasma) und Regulationsstelle (Gehirn).

Klassische Beschwerden sind z.B.:

  • unerklärliche Unruhe und Nervosität
  • starke Gewichtsabnahme und verstärkter Heißhunger
  • beschleunigter Herzschlag
  • Schlaflosigkeit und Schlafstörungen
  • übermäßiges Schwitzen
  • Überempfindlichkeit gegenüber Wärme
  • Haarausfall
  • Muskelschwäche
  • Menstruationsstörungen bei Frauen
  • starkes Durstgefühl

Ursachen für eine Hyperthyreose kann es einige geben. Hierbei unterscheiden sich chronische und angeborene Störungen, von solchen, die erst in späteren Lebensjahren auftreten.

Grund für die Hyperthyreose ist besonders häufig ein chronischer Jodmangel. Denn ist zu wenig Jod im Körper, versucht die Schilddrüse dies auszugleichen, indem sie wächst. Dabei können Knoten in der Schilddrüse entstehen, die die Schilddrüsenhormone autonom, also ohne Hilfe des Gehirns, produzieren und ins Blut entlassen.

Aber auch die Autoimmunreaktion Morbus Basedow, bei der im Körper Antikörper gegen die eigene Schilddrüse hergestellt werden, sowie eine Schilddrüsenautonomie, die vor allem bei älteren Menschen auftritt, können eine Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Bei Letzterem produziert die Schilddrüse (ähnlich wie beim Jod-Mangel) plötzlich ohne Bedarf oder Nachricht eines Bedarfes Schilddrüsenhormone und verhält sich dementsprechend den anderen Organen im Körper gegenüber autonom.

In der Schwangerschaft ist oft das Schwangerschaftshormon hCG für eine kurzzeitige Schilddrüsenüberfunktion verantwortlich, da es dem TSH ähnlich ist, welches wiederum die Hormonproduktion der Schilddrüse anregt. 

Eine Schilddrüsen-Fehlfunktion sollte stets von einem Arzt diagnostiziert und behandelt werden, damit die Hormonausschüttung bedarfsgerecht passieren kann. Die ärztliche Behandlung kann auch durch die Ernährung unterstützt werden. Dies sollte jedoch niemals in Selbsttherapie, oder als einziger Ansatz verfolgt werden. Auch hier empfiehlt sich der Gang zum Ernährungsberater, da sich der erhöhte Kalorienbedarf bei einer Schilddrüsenüberfunktion während der Therapie rasch verändern kann und somit wahrscheinlich mehrfach angepasst werden muss.

Auf jodhaltige Nahrungsmittel oder auch jodhaltige Desinfektionsmittel, die in direkten Kontakt mit deiner Haut kommen, solltest du bei einer Schilddrüsenüberfunktion verzichten. Auch auf Kaffee, Cola (und andere koffeinhaltige Getränke) sowie Alkohol sollte bei einer Hyperthyreose verzichtet werden, da diese den Stoffwechsel noch weiter anregen. Besser: ein Tee, einige Entspannungsübungen und ausreichend Schlaf.

Schilddrüsenunterfunktion: Hormon-Unterproduktion

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose ist das Ganze wie zu erwarten umgekehrt: die Schilddrüse produziert hier trotz erhöhtem Bedarf nicht ausreichend Schilddrüsenhormone, wodurch die Energie und die gesamte Leistungsfähigkeit des Körpers und somit des betroffenen Menschen verringert wird. Eine Schilddrüsenunterfunktion ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen. 

Klassische Beschwerden sind z.B.:

  • Konzentrations- und Leistungsabnahme
  • Bewusstseinsstörungen
  • Beeinträchtigung des Orientierungssinns und des Gedächtnisses
  • Überempfindlichkeit bei Kälte
  • Schwellung im Gesicht
  • fahler oder gelblicher Hautton
  • depressive Verstimmungen
  • Verstopfung
  • Gewichtszunahme bei gleichbleibender Kalorienzufuhr
  • verlangsamter Herzschlag
  • Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus
  • Durchblutungsstörungen
  • sinkende Libido 

Als Ursachen gelten ähnliche Bedingungen wie auch bei der Schilddrüsenüberfunktion. Es kann sogar sein, dass Kinder ohne Schilddrüse geboren werden. Man spricht hier von einer Athyreose. In anderen Fällen entwickelt sich die Schilddrüse nicht so, wie sie es sollte (Schilddrüsendysplasie). Ein anderer Grund für eine Hypothyreose könnte eine erworbene Schilddrüsenunterfunktion sein, als Folge einer chronischen Entzündung. Auch Jodmangel kann in einigen Fällen zu einer Hypothyreose führen. 

Bei der Behandlung gilt wie auch bei der Überfunktion: Ein Arzt sollte in jedem Fall konsultiert werden. Behandlungsansätze richten sich nach verschiedenen Gruppen. So wird eine schwangere Frau anders behandelt als ein Kind oder ein Mann.

Verhindern lässt sich eine Schilddrüsenunterfunktion leider nicht, man sollte jedoch gut auf eine jodreiche Ernährung achten. Hierzu gehören jodiertes Speisesalz und verschiedene Fischsorten. Werden im Rahmen einer Behandlung Medikamente gegen eine Schilddrüsenunterfunktion eingenommen, so sollte dein Arzt dich auf mit verschiedenen Lebensmitteln hinweisen.

Kalziumreiche Nahrungsmittel können beispielsweise die Aufnahme von L-Thyroxin erschweren und damit den Hormonspiegel im Blut verändern. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist es außerdem ratsam, einen aktiven Lebensstil zu entwickeln, ausreichend Sport zu treiben und sich viel an der frischen Luft zu bewegen. Dies beugt einerseits dem Übergewicht vor, an dem viele Patienten mit einer Hypothyreose leiden, andererseits regt es auch den Stoffwechsel an und wirkt der Schilddrüsenerkrankung so entgegen.

Hashimoto – ein häufiger Auslöser der Schilddrüsenunterfunktion

Die Hashimoto-Krankheit (auch Hashimoto-Thyroiditis) ist eine Autoimmunerkrankung. Ihr Name beinhaltet ihren Entdecker, einem japanischen Arzt namens Hakaru Hashimoto. Diese Autoimmunerkrankung führt zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse und somit zu einer fehlerhaften Funktion. Der Körper bildet dabei infolge eines fehlgeleiteten Immunprozesses Antikörper, welche das eigene Schilddrüsengewebe angreifen und zerstören. Die Folge: es können meist nicht ausreichend Schilddrüsenhormone produziert werden.

Anfangs kann hier eine Schilddrüsenüberfunktion entstehen, langfristig führt die Hashimoto-Krankheit jedoch überwiegend zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Symptome und Behandlung gleichen denen der anders herbeigeführten Über- bzw. Unterfunktion. Oftmals ist Hashimoto schwer zu erkennen, da bei Vielen gerade in frühen Stadien eher ein leichter Verlauf gegeben ist. Es ist jedoch ratsam, bei Verdacht auf Hashimoto, einer Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion einen Arzt aufzusuchen, um sich eine Diagnose einzuholen.

Kurzes Schlusswort

Zum Glück können wir heute trotz einer Fehlfunktion der Schilddrüse meist sogar sehr gut damit leben. Der erste Schritt liegt natürlich darin, die Zeichen deines Körpers wahrzunehmen, sie ernst zu nehmen und durch einen Arzt abklären zu lassen.

Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Beitrag zu etwas mehr Klarheit verhelfen konnten. Ob du nun vermutest, dass deine Schilddrüse nicht normal funktioniert, oder ob du nun die nächsten Schritte für dich planen kannst. Sollten dir noch ein, oder zwei Fragen auf der Seele liegen, kommentiere gerne unter diesem Blogbeitrag.

4 Kommentare

  • Nature Love

    Hallo Beate,
    Leider ist es uns als herstellendes Unternehmen von Nahrungsergänzungsmitteln seit dem 14. Dezember 2012 gemäß der sogenannten Health-Claim Verordnung der EU verboten, jegliche Gesundheitsaussagen zu Nahrungsergänzungsmitteln zu tätigen. Daher müssen wir uns auf die reinen Produkteigenschaften beschränken.
    Wir empfehlen dir bezüglich deiner Beschwerden eine ärztliche oder heilpraktische Beratung.
    Bei Rückfragen kannst du dich gerne jederzeit bei uns melden.
    Dein Nature Love Team wünscht dir einen schönen Tag

  • Beate Schwemin

    Hallo
    Ich habe auch eine Hashimoto Schilddrüse seit 22 Jahren. Jetzt ist sie nur noch 5 cm groß. Ich nehme Eutyrox 100 und D3, Zink und Amara Tropfen. Seit kurzen fühle ich mich oft schlapp habe Herzklopfen und kann mich schlecht konzentrieren. Und das obwohl meine Blutwerte erst ein paar Wochen zurück liegen. Auch meine Haare sind viel dünner geworden. Kann ich noch was tun damit ich wieder fitter werde, oder bleibt der Zustand so?
    Liebe Grüße Beate

  • Nature Love

    Hallo Nicole,
    wir bedanken uns bei dir für deine Frage, denn dieses Thema wird online oft heiß diskutiert. Am Ende bleibt jedoch oft eine klare Antwort aus.
    Bei Verdacht auf Hashimoto, einer Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion raten wir dir zu einer Beratung bei einer ausgebildeten Fachperson.

    Bei Rückfragen kannst du dich gerne jederzeit bei uns melden.
    Dein Nature Love Team wünscht dir einen schönen Tag

  • Nicole Ruxer

    Hallo,
    ist der Jod Komplex auch bei Hashimoto sinnvoll? Ich dachte immer bzw. habe gelesen, dass Jod eher schädlich sei, wenn man Hashimoto hat.
    Danke für eine Rückmeldung
    Nicole

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