Superfood Heidelbeere: klein, aber oho

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Die Eigenschaften der Heidelbeere sind fast genau so vielfältig wie ihre Namen, denn regional ist diese Beere auch als Blaubeere, Schwarzbeere, Wildbeere und Bickbeere bekannt um nur einige zu nennen. Die Heidelbeere ist nicht nur lecker, sondern gilt auch als Superfood. Diese Bezeichnung hat sie nicht zuletzt ihrem hohen Anteil an Anthocyanen zu verdanken. Und was es genau damit auf sich hat, werden wir uns neben den anderen Eigenschaften der Heidelbeere im Folgenden näher ansehen.

Kleine leckere Vitaminbomben

In diesen kleinen blauen Beeren steckt jede Menge Gutes und sie sind zudem sehr aromatisch.  Heidelbeeren bestehen aus viel Wasser und sind somit kalorienarm. Sie zeichnen sich durch ihren hohen Anteil an Provitamin A aus, der im Körper in Vitamin A verwandelt wird und für den Sehvorgang von großer Bedeutung ist. Zudem enthält die Beere relevante Mengen an den Vitaminen E und C, die bei der Vorbeugung von Zellschäden helfen sollen. Außerdem ist das Vitamin C beim Aufbau von Bindegewebe wichtig.

Da diese Frucht ein wahrer Genuss ist, sollte es nicht allzu schwer sein, sie in Deinen Speiseplan einzubauen. Besonders, da sich daraus köstliche Dinge zaubern lassen, wie Heidelbeerkompott, Heidelbeereis und Heidelbeerkuchen. Oder gib morgens zum Frühstück eine Handvoll Heidelbeeren zum Müsli oder Naturjoghurt hinzu, für einen nährstoffreichen und leckeren Start in den Tag.

Die Eigenschaften des Anthocyan

In der traditionellen europäischen Medizin werden Heidelbeeren schon seit etwa 1.000 Jahren verwendet. In dieser kleinen Beere ist der wasserlösliche Pflanzenfarbstoff Anthocyan enthalten, welcher der Heidelbeere ihre schöne blaue Farbe verleiht und beim Essen für blaue Zähne sorgt.

Die Anthocyane zeichnen sich zudem durch antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften aus. Wie die Vitamine E und C spielt auch das Anthocyan beim Zellschutz eine bedeutende Rolle.

Getrocknete Heidelbeeren gelten dank der Gerbstoffe und Pektine als Volksheilmittel gegen Durchfall. Einen gegenteiligen Effekt haben allerdings frische Früchte, denn wenn sie in größeren Mengen verzehrt werden, können sie abführend wirken.

Sommerzeit ist Heidelbeerzeit

Ein wichtiges Kriterium beim Heidelbeeren-Kauf, wie auch bei allen anderen Obst- und Gemüsesorten, sollten kurze Transportwege sein.

Heutzutage gibt es Obst- und Gemüsesorten, die gar nicht in Deutschland angebaut werden, dennoch haben wir uns daran gewöhnt, dass diese das ganze Jahr über erhältlich sind. Laut NABU importiert Deutschland über 80 Prozent des Obstes (Zitrusfrüchte nicht mit eingerechnet). Der Import hat Auswirkungen auf Klima und Umwelt, denn weite Transportwege, Treibhäuser und gekühlte Lagerstätten erfordern einen enormen Energieaufwand. Um diese negativen Auswirkungen zu vermeiden, wäre es gut und sinnvoll wann immer möglich nach regionalen und saisonalen Sorten zu greifen. Da Heidelbeeren in Deutschland kultiviert werden, bietet es sich an, diese regional zur heimischen Erntezeit zu kaufen. Ein guter Weg, um sicherzustellen, dass die Heidelbeeren aus regionalem Anbau stammen, ist es, diese am Hof, d. h. direkt beim Erzeuger, oder auf Wochenmärkten zu kaufen. Frischer geht es nicht: Manche Höfe bieten sogar an, die Blaubeeren selber zu pflücken, was gleichzeitig einen schönen Familienausflug darstellt. In unseren Breiten reift die Heidelbeere im Sommer heran und kann in der Regel ab Juli geerntet werden.

Fazit:

Dank ihrer nahrhaften Eigenschaften sollte die Heidelbeere in Deinem Speiseplan nicht fehlen. Für einen umweltfreundlichen Einkauf ist es außerdem ratsam, das regionale und saisonale Angebot zu nutzen. Wir schlagen vor, gleich eine größere Menge einzukaufen und daraus einen leckeren Kompott zuzubereiten oder sie einzufrieren so kannst Du auch nach der Saison noch den leckeren Geschmack der Heidelbeeren genießen, ohne nach importierter Ware greifen zu müssen.


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