Aloe vera — die Wüstenlilie

 

Aloe vera ist ein tolles Geschenk der Natur, denn diese Pflanze sieht nicht nur hübsch aus, sondern bietet uns auch eine Fülle an verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten. Ob als Getränk, als Mittel gegen Sonnenbrand oder als Zimmerpflanze, entdecke in diesem Artikel die wunderbare Welt der Aloe vera.

Woher kommt diese vielseitige Pflanze?

Es wird vermutet, dass Aloe vera ursprünglich von der arabischen Halbinsel stammt, wo sie schon seit über 6.000 Jahren als Heilpflanze bekannt sein soll. In den tropischen Regionen der Welt kann diese wild wachsende Pflanze direkt in der Natur vorgefunden werden. Da die Aloe-vera-Pflanze aber auch erfolgreich im Innenbereich gedeihen kann, ist sie in unseren Breiten oft zu Hause als Topfpflanze anzutreffen und ist ein wahrer Blickfang fürs Wohnzimmer. Mittlerweile ist die Aloe vera weit verbreitet und auch in Mexiko, im Mittelmeerraum, den Kanarischen Inseln, in Indien und den Westindischen Inseln heimisch. Wissenschaftlich wurde Aloe vera bereits im Jahr 1753 erstmalig beschrieben.  

Aloe vera speichert Regenwasser

Mutter Natur weiß sich auch in Zeiten einer langen Dürre zu helfen. So besitzen die Blätter der Aloe vera die sehr nützliche Eigenschaft, dass sie eine sehr große Menge Wasser speichern können. Kommt die Dürrezeit, kann sich die Pflanze vom gespeicherten Wasser ernähren. Dadurch kann die wild lebende Aloe vera auch ohne Regen mehrere Monate überleben. Im Inneren der Blätter befindet sich das sogenannte Aloe-vera-Gel, eine gelartige Struktur, die bei der enormen Speicherkapazität eine Rolle spielt und auch dafür sorgt, dass die Pflanze in der Lage ist, ihre Wunden selber zu heilen. Durch das Gel werden die Schnitte kleiner und wieder verschlossen. Auch wir Menschen können uns diese Eigenschaften zunutze machen.

Das wunderbare Aloe-vera-Gel

Die Konsistenz des Gels erinnert an Schleim, was auf die Polysaccharide zurückzuführen ist, die überwiegend aus D-Glucose und D-Mannose aufgebaut sind. Gewonnen wird das Gel aus dem Wasserspeichergewebe der Aloe-vera-Blätter und es wird im Bereich der Volksmedizin und der Kosmetik eingesetzt, denn es soll Entzündungen hemmen, Wunden heilen und das Immunsystem stimulieren.

Feuchtigkeit für trockene Haut

Ist Deine Haut so trocken wie eine Blume in der Wüste? Dann wird es Zeit für das Aloe-vera-Gel. Es wird gemunkelt, dass bereits Kleopatra die Aloe vera in Ihr tägliches Schönheitsritual eingebaut hat. Der Aloe vera wird zugeschrieben, dass sie der Haut viel Feuchtigkeit verleiht, Risse in der Haut vorbeugt und zudem den Heilungsprozess der Haut unterstützt. Aber nicht nur das: Aloe vera hat auch eine hohe Konzentration an Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E.

Linderung bei Sonnenbrand

Jeder, der schon einmal zu lange in der Sonne gebrutzelt hat, ohne dabei auf seine Haut zu achten, weiß, wie schmerzhaft ein Sonnenbrand ist. Das Aloe-vera-Gel bietet einen kühlenden Effekt auf der Haut und steckt daher auch in vielen After-Sun-Lotionen. Wenn Du es aber natürlicher magst, kannst Du statt der gekauften Lotion einfach von der Pflanze einige kleine Stücke abschneiden und pur auf die roten Körperstellen auftragen. Es lindert die Schmerzen und spendet der Haut außerdem die benötigte Feuchtigkeit.

Bei Akne und Ekzemen

Da Aloe vera entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, wirkt sie sehr gut bei Akne und auch bei Ekzemen. Einfach das Gel auf die betroffenen Hautstellen auftragen.

Neurodermitis

Wenn Du unter Neurodermitis leidest, dann probiere, ob Aloe-vera-Gel Dir Linderung verschaffen kann. Die natürliche Schutzfunktion der Haut muss gestärkt werden und Aloe vera kann aufgrund seiner Eigenschaften dazu beitragen, Hautrötungen und Juckreiz zu mildern.

Schuppen adieu

Aloe vera kann dank seiner natürlichen antimikrobiellen Wirkung dabei helfen, lästige Schuppen auf sanfte Weise loszuwerden. Sie können sich dafür eine Haarmaske ganz leicht selber herstellen: Einfach eine Tasse Quark mit 2 bis 4 TL frischem Aloe-vera-Gel und 1 TL Kokosöl (oder 1 EL Olivenöl) mischen. Auf die Kopfhaut und Haare auftragen und für rund 30 Minuten einwirken lassen. Danach gründlich mit klarem Wasser abspülen und ein geeignetes Shampoo verwenden. Deine Kopfhaut wird es Dir danken.

Aloe vera als Getränk für die Verdauung

Neben den äußeren Anwendungen kann Aloe vera auch innerlich angewendet werden. Es findet als Getränk zunehmend Beliebtheit. Der Aloe-vera-Saft soll eine entschlackende Wirkung auf den Körper haben: Die Giftstoffe werden aus dem Darm gespült und der Körper kann die durch die Nahrung aufgenommenen Nährstoffe dadurch wieder besser verarbeiten und weiterführen.

Fazit:

Da Aloe vera so vielfältig ist und außerdem prächtig als Zimmerpflanze gedeihen kann, sollte diese Pflanze in keinem Zuhause fehlen. Bei Bedarf kannst Du einfach ein paar kleine Stücke von den Blättern abschneiden und das Gel auf die betroffenen Hautstellen geben. So hast Du jederzeit ein natürliches Mittel, um diverse Hautprobleme zu bekämpfen. Diese Pflanze ist einfach wirkungsvoll und wundervoll.





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