Avocado — Die Frucht der Azteken

Herkunftsländer der Avocado. Zu empfehlen ist, Avocados zu kaufen, die einen kürzeren Transportweg nach Deutschland haben und ein Bio-Sigel tragen.

Botanisch gesehen ist die Avocado eine Frucht und schon die Coxcatlán-Kultur in Tehuacán, im heutigen Südmexiko, wusste diese leckeren und nahrhaften Früchte zu schätzen. In Zentralamerika wird die Avocado bereits seit etwa 10.000 Jahren genutzt und sie erfreut sich auch hierzulande an Beliebtheit. Ob im Salat, als Beilage zu Reis oder als Guacamole, die Avocado ist reich an ungesättigten Fettsäuren und Kalium. Wenn die Frucht mit Luft in Berührung kommt, oxidiert es und das grün- oder auch goldgelbe Fruchtfleisch wird dunkel, was allerdings keine bemerkenswerten Auswirkungen auf den Geschmack hat. Träufeln Sie daher nach dem Öffnen ein wenig Zitronensaft über das Fruchtfleisch, da dadurch der Bräunungsprozess verlangsamt wird. Allerdings genießt die Avocado nicht nur als Nahrungsmittel Beliebtheit. Schon die Azteken haben das Öl der Avocadofrucht verwendet und heutzutage ist es in der Kosmetikwelt und auch in der Pharmaindustrie anzutreffen.

Der Reifeprozess

Die Avocado wächst auf bis zu 15 Meter hohen Bäumen. Statt direkt am Baum reif zu werden, fallen diese Früchte zu Boden, wenn sie noch ganz hart und grün sind, und reifen dann nach. Um marktfähig zu sein werden die Avocados daher gepflückt, sobald sie groß genug sind. Im Supermarkt oder auf dem Markt werden Sie also Avocados entdecken, die meistens noch hart sind. Lassen Sie sich dadurch aber nicht vom Kauf abhalten, denn Avocados zählen zu den sogenannten klimakterischen Früchten und reifen nach. Eine reife Avocado verliert den Glanz ihrer Schale und gibt auf Druck etwas nach. Sie können eine noch harte Avocado auch in Zeitungspapier einwickeln, um den Reifeprozess zu beschleunigen.

Die Nachteile

Trotz seiner Beliebtheit ist in Sachen Avocadokonsum aber leider nicht alles rosig, denn die Frucht birgt auch Nachteile. So steht der Anbau in der Kritik, nicht ökologisch zu sein. Dies sei zu einem auf die hohen Kosten der Anpflanzung zurückzuführen, aber auch auf den hohen Wasserverbrauch. Wie viel Wasser meinst Du, wird zur Aufzucht von zweieinhalb Avocados benötigt? Ein Liter Wasser? 10 Liter Wasser? Oder gar 100 Liter Wasser? Falsch, denn leider ist es sogar noch viel mehr: Für die Aufzucht von zweieinhalb Avocados werden sage und schreibe tausend Liter Wasser benötigt.

Zudem hat die Avocado auch eine toxische Wirkung auf Tiere. Sowohl in der Pflanze, im Fruchtfleisch als auch im Kern steckt das Toxin Persin. Während dieses Toxin für Menschen unbedenklich ist, ist es für viele Säugetiere, Vögel und Fische höchst giftig. Füttern Sie Ihrem Hund also niemals Avocado, denn es können dadurch Herzmuskelschäden und Milchdrüsenentzündungen ausgelöst werden.

Fazit

Da Avocados sehr nahrhaft sind, sollten sie nicht komplett aus Ihrem Speiseplan gestrichen werden. Wenn Du Lust auf Avocado hast, dann achte bei Deinem nächsten Einkauf darauf, dass diese aus nachhaltig produzierten Kulturen stammen, und wähle die Avocados, die die kürzesten Transportwege haben (siehe Bild). Achte auf ein Bio-Siegel.

 

 


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