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Intuition verstehen: Was wirklich hinter deinem Bauchgefühl steckt.

Frau entspannt am WasserAgenda:

 

Dein neuer Job klingt perfekt, die gefundene Wohnung hat alles, was du immer wolltest – und trotzdem zögerst du. In dir gibt es diese Stimme – dieses Gefühl oder auch tiefes Wissen, dass sich meldet, wenn eigentlich doch alles schon klar zu sein scheint. Im Alltag nutzen wir viele Bezeichnungen dafür: Bauchgefühl, Intuition, Instinkt oder gar siebter Sinn. Wir haben uns gefragt, was wirklich dahintersteckt. Kann man Intuition wissenschaftlich erklären?

Kleiner Hint vorab: Tatsächlich entsteht Intuition aus einem komplexen Zusammenspiel aus Gehirn, Nervensystem und Körper, bei dem ständig Informationen verarbeitet werden, noch bevor du sie bewusst erfassen kannst. Das schauen wir uns jetzt genauer an! Und wir sprechen über den Vagusnerv, was unsere Intuition stärkt und auch über spannende Nährstoffe wie Magnesium. Los gehts!

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Intuition: Der Grund, weshalb dein Körper oft schneller reagiert als dein Kopf.

Man könnte meinen, dass Intuition wie ein spontaner Impuls wirkt. Zack, fast wie aus dem Nichts ist da was. Und genau das lässt sich biologisch erklären: Während du die Informationen noch verarbeitest und darüber nachdenkst, ob du jemandem vertrauen kannst, ob ein Angebot gut klingt oder für welche von zwei Optionen du dich jetzt final entscheiden willst, läuft im Hintergrund längst eine Art Schnellanalyse. Gesichtsausdrücke, Tonlagen, Gerüche, Stimmungen oder kleine Details werden mit alten Erfahrungen abgeglichen – oft innerhalb von Sekundenbruchteilen. Die meisten dieser Prozesse bekommst du gar nicht mit.¹ Denn während dein Verstand noch alles logisch einordnen will, hat dein Gehirn bereits Muster erkannt und erste Schlussfolgerungen gezogen.²

Auf den Punkt gebracht: Das Bauchgefühl ist oft der Moment, in dem dein Körper etwas bemerkt hat, bevor dein Kopf die passenden Worte dafür findet.

Frau schaut nachdenklich aus dem Fenster

Warum manche Entscheidungen sich falsch anfühlen.

Eine zentrale Rolle spielt hier dein Nervensystem. Es verarbeitet nicht nur Informationen aus deiner Umgebung, sondern bewertet auch, wie sich eine Situation anfühlt. Sicher, vertraut oder doch eher unsicher – wie ein schneller Filter. Das, was gerade passiert, wird blitzschnell mit früheren Erfahrungen verglichen und damit, wie diese sich angefühlt haben. Und das ist das Spannende: dein Nervensystem speichert nicht nur Erinnerungen an Ereignisse, sondern auch die dazugehörigen Körperreaktionen.

Wichtig ist: Dieser Filter ist hilfreich, aber nicht unfehlbar. Er schützt dich oft vor schnellen Fehlentscheidungen, kann aber auch alte Erfahrungen in neue Situationen hineinprojizieren. Deshalb kann es passieren, dass sich eine Entscheidung "falsch" anfühlt, obwohl sie objektiv sinnvoll sein kann. Und umgekehrt kann sich etwas überraschend richtig anfühlen, obwohl es neu und ungewohnt ist.

Deshalb hier schon ein kleiner Watch-out: Wenn dein Körper vor großen Entscheidungen mal mit Ablehnung reagiert, frag dich einmal: Will mein Körper mich vielleicht gerade vor etwas Neuem, einer potenziellen "Gefahr" schützen? Unser Körper ist nämlich ein Meister darin, uns zu schützen und tut alles dafür, dass wir möglichst sicher sind und, ja, "Bekanntes" heißt "Sicherheit". Auch, wenn wir im "bekannten" Job oder in der "bekannten" Beziehung bspw. nicht glücklich wären. Die richtigen Fragen zu stellen, hilft hier in jedem Fall, etwas Objektivität reinzubringen.

Bauchgefühl, Intuition, Instinkt

Warum wir unser Bauchgefühl oft nicht mehr hören.

Wenn der Austausch zwischen Körper und Gehirn so kontinuierlich stattfindet – warum haben dann so viele Menschen das Gefühl, keinen richtigen Zugang mehr zu ihrem Bauchgefühl zu haben?

Das liegt an einem verschobenen Fokus z.B. während stressiger Phasen. Wenn dein Körper dauerhaft unter Druck steht, verschiebt sich die Aufmerksamkeit nämlich automatisch nach außen. Termine, Anforderungen und Reize bekommen Vorrang, innere Signale werden leiser. Es stellt sich darüber hinaus aber auch grundsätzlich die Frage, ob wir in einer Umgebung leben, die wirklich häufig still ist. Wie oft passiert es, dass du dich in einem Raum mal frei von äußeren Einflüssen aufhältst? Nachrichten, Social Media, Podcasts, Streaming und permanente Erreichbarkeit sorgen dafür, dass dein Nervensystem kaum noch echte Pausen bekommt. Und so kommt es dazu, dass feine Körpersignale zwar weiterhin da sind, aber im Hintergrundrauschen des Alltags untergehen. Weil Stress oder auch Reizüberflutung deine Körpersignale regelrecht übertönen kann.

Expertenhinweis: InterozeptionEin kleiner Tipp zum Schluss dieses Abschnitts: Wenn du das Gefühl hast, ständig unter Strom zu stehen, lohnt sich ein Blick auf deine täglichen Routinen. Neben ausreichend Schlaf, Bewegung und bewussten Pausen spielen auch Nährstoffe eine Rolle. So trägt z.B. Magnesium u.a. zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einer normalen psychischen Funktion sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.⁸ Der Magnesium Komplex von Nature Love kombiniert gleich fünf verschiedene Magnesiumformen und liefert 400 mg elementares Magnesium pro Tagesdosis. Besonders praktisch: Durch die Kombination unterschiedlicher Magnesiumverbindungen vereint der Komplex eine schnelle Aufnahme mit einer längerfristigen Verfügbarkeit. Lies mehr über dieses Thema in unserem Beitrag "Warum du ständig unter Strom stehst".

Wo im Körper entsteht Intuition und was kannst du für sie tun?

Intuition sitzt weder nur im Kopf noch nur im Bauch. Sie entsteht aus dem ständigen Austausch zwischen Gehirn, Nervensystem und Darm. Zwischen deinem Darm und deinem Gehirn besteht nämlich eine direkte Verbindung – die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Während du morgens verschlafen ins Bad schlurfst, auf dem Weg zur Arbeit Musik hörst oder später mit Freund:innen lachst, läuft im Hintergrund längst ein reger Austausch zwischen Darm und Gehirn. Und zwar den ganzen Tag.⁴ Die wichtigste Verbindung in diesem Netzwerk ist der Vagusnerv. Und den solltest du dir ruhig merken – schließlich ist er der längste Hirnnerv unseres Körpers. Er zieht sich vom Gehirn bis tief in den Bauchraum und verbindet dabei unter anderem Herz, Lunge und Verdauungssystem miteinander. Gleichzeitig gehört er zum sogenannten Parasympathikus – also zu dem Teil deines Nervensystems, der für Ruhe, Erholung und Regeneration zuständig ist. Über den Vagusnerv wird deshalb nicht nur gesteuert, wie dein Körper auf Stress reagiert, sondern auch, wann er wieder herunterfahren kann.⁵

Besonders spannend: Ein großer Teil dieser Signale wird nicht vom Gehirn in den Körper geschickt, sondern umgekehrt. Dein Darm verfügt über ein eigenes Nervensystem mit Millionen von Nervenzellen und wird deshalb häufig als "zweites Gehirn" bezeichnet. Dein Körper meldet deinem Gehirn also ständig zurück, wie sein aktueller Zustand aussieht.

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Was Intuition wirklich braucht: Ruhe.

Dass deine innere Stimme im Alltag leiser wird, liegt nicht daran, dass sie "nicht mehr da ist". Denn dein Nervensystem hört nicht plötzlich auf, Informationen zu sammeln. Es ist weiterhin aktiv, bewertet Situationen, verarbeitet Eindrücke und gleicht Erfahrungen ab. All das ist nur schwerer wahrnehmbar. Denn dieser Prozess braucht einen gewissen Raum, um überhaupt bewusst spürbar zu werden.

Versuch doch mal eins: Langeweile lieben lernen. Während sie sonst eher negativ bewertet wird, ist sie für dein Nervensystem sogar richtig wichtig. Sie ist kein "leerer Zustand", sondern eher eine Phase, in der dein Nervensystem endlich nicht permanent auf neue Reize reagieren muss.

Info: Intuition

Kann man Intuition trainieren?

Die kurze und gute Nachricht ist: Ja. Inzwischen wissen wir: Intuition braucht gute Bedingungen. Weniger Störsignale, mehr Raum für die Wahrnehmung des eigenen Körpers und ein Nervensystem, das nicht permanent mit der Verarbeitung äußerer Reize beschäftigt ist. Wie sich das im Alltag umsetzen lässt?

Die Wahrnehmung innerer Körpersignale kann durch bestimmte Gewohnheiten positiv beeinflusst werden. Dazu gehören vor allem Aktivitäten, die das Nervensystem beruhigen und gleichzeitig die Körperwahrnehmung stärken. Das passiert meist in unspektakulären Momenten:

  • Wenn du einfach ein Stück gehst ohne Musik im Ohr oder Handy in der Hand. Einfach im Moment sein, sehen was um dich da ist, ohne zu werten, hören, was da ist, ohne zu interpretieren. Reize wahrnehmen und weiterziehen lassen.
  • Wenn du kurz bewusst atmest, bevor du "weitermachst". Ohne Technik, einfach nur, um zu merken: Wo bist du gerade eigentlich innerlich – fühlst du Enge oder Weite? Ist Anspannung da? Schwere oder Leichtigkeit?
  • Wenn du dich für einen Moment hinsetzt, ohne etwas zu tun. Am Anfang wirkt das ungewohnt, aber genau da tauchen oft diese feinen Signale wieder auf.
  • Wenn du abends im Bett liegst und nicht direkt zum Handy greifst. Plötzlich ist da mehr als nur Müdigkeit – manchmal auch ein Gefühl, das tagsüber untergegangen ist.

Bestimmt ist dir aufgefallen, dass viele dieser Impulse eines gemeinsam haben: Sie helfen deinem Nervensystem dabei, aus dem Dauerstress herauszukommen. Das muss übrigens nicht immer im Sitzen oder in völliger Ruhe passieren. Auch Bewegung kann dabei unterstützen, den Körper wieder besser zu regulieren. Warum genau erfährst du in unserem Beitrag "Warum Bewegung deine beste Anti-Stress-Strategie ist".

Und noch ein kleiner Gedanke dazu: Wenn wir über Körperwahrnehmung, Nervensystem, Prozesse im Körper und einen bewussten Umgang mit dem eigenen Selbst sprechen, lohnt sich auch ein Blick auf die Ernährung. Hier wirst du früher oder später auf Omega-3-Fettsäuren treffen. Die Premium Omega 3 Kapseln von Nature Love liefern pro Kapsel 400 mg EPA und 300 mg DHA aus hochwertigem Fischöl. Besonders angenehm: Bereits eine Kapsel täglich reicht aus. DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei, während EPA und DHA gemeinsam zur Erhaltung einer normalen Herzfunktion beitragen.⁸

Person meditiertWenn du dir den Weg durch den Artikel anschaust, wird vielleicht eines klar: Intuition ist nichts was man entweder hat oder eben nicht und auch nichts, das du erst "lernen" musst. Sie ist da – in jedem Moment, in dem dein Körper wahrnimmt und reagiert und dein Gehirn versucht, alle Reize einzuordnen. Nimmst du dir Momente für dich selbst, schafft das auch mehr Raum für dein feines Bauchgefühl.

 

Geschrieben von: Roxi – Texterin
Geprüft von: Feline – Lebensmittelrecht + wissenschaftliche Prüfungen

Liebe Grüße vom Nature Love Redaktionsteam!
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Nature Love RedaktionsteamVon links: Feline, Carmen, Ilka, Liza, Isabelle, Denisa


¹ Gigerenzer G. Gut Feelings: The Intelligence of the Unconscious. 2007.

² Kahneman D. Thinking, Fast and Slow. 2011.

³ Bechara A, Damasio AR. The somatic marker hypothesis and decision-making. Behavioral and Brain Sciences. 2005.

⁴ Carabotti M et al. The gut-brain axis: interactions between enteric microbiota, central and enteric nervous systems. Annals of Gastroenterology. 2015.

⁵ Breit S et al. Vagus nerve as modulator of the brain-gut axis. Frontiers in Psychiatry. 2018.

⁶ Biotin, Vitamin C & Zink tragen unter anderem zur Erhaltung normaler Haut bei. Selen & Zink tragen unter anderem zur Erhaltung normaler Nägel bei.

⁷ Khalsa SS et al. Interoception and mental health. Biological Psychiatry: Cognitive Neuroscience and Neuroimaging. 2018.

⁸ Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion, der Erhaltung normaler Knochen und Zähne, der normalen Funktion des Nervensystems, einem normalen Energiestoffwechsel, der Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, dem Elektrolytgleichgewicht, einer normalen Eiweißsynthese und einer normalen psychischen Funktion bei.

⁹ DHA trägt zu der Erhaltung einer normalen Herzfunktion (ab 250 mg DHA täglich), der Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion (ab 250 mg DHA täglich) und zu der Erhaltung normaler Sehkraft (ab 250 mg DHA täglich) bei. EPA trägt zu der Erhaltung einer normalen Herzfunktion (ab 250 mg EPA täglich) bei.

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