Wasserverbrauch unter die Lupe genommen

Fast jederzeit fließendes Wasser zur Verfügung zu haben ist für viele von uns eine Selbstverständlichkeit. Der Zugang zu frischem Wasser erfordert schließlich selten mehr als das Aufdrehen eines Wasserhahns und diese Bequemlichkeit kann der Grund dafür sein, dass der Wasserverbrauch in Deutschland und anderen Industriestaaten sehr hoch ausfällt. In diesem Artikel möchten wir uns dies mal genauer anschauen und einen Einblick in das Thema vermitteln.

Wassernutzung im Haushalt

Wie viel Wasser verbraucht der durchschnittliche Deutsche pro Tag? Laut Umweltbundesamt sowie dem Statistischen Bundesamt sind es täglich rund 121 Liter Wasser, die ein Deutscher im Schnitt für die verschiedensten Dinge nutzt.

Das meiste davon wird für die Körperpflege genutzt, denn die tägliche Hygiene macht etwa 36 % des täglichen Wasserverbrauchs aus. Die Toilettenspülung schlägt mit 27 % zu buche, während auf das Waschen von Kleidung täglich etwa 12 % entfallen. Der Rest entfällt auf Spülen und Putzen mit 6 % und Trinken sowie Kochen mit 4 %.

Was ist der Wasserfußabdruck?

Das Wasser, das wir im Alltag für die verschiedensten Tätigkeiten nutzen, macht allein jedoch nicht den durchschnittlichen täglichen Wasserverbrauch aus. Denn neben unserem direkten Wasserverbrauch, wie Trinken, Waschen und Kochen, gibt es noch das sogenannte virtuelle Wasser, unseren indirekteren Wasserverbrauch. So steckt Wasser nämlich auch in den Lebensmitteln, die wir konsumieren, wie auch in einer Vielzahl weiterer Alltagsprodukte. Zum Beispiel wird für die Herstellung vieler Produkte Wasser eingesetzt. Wasser findet sich also quasi fast überall und unser tatsächlicher Wasserverbrauch, d. h. sowohl der direkte als auch der indirekte Verbrauch, wird im sogenannten Wasserfußabdruck zusammengefasst.

Wassernutzung ganz leicht verringern

Auf die Nutzung von fließendem Wasser verzichten ist nicht nur eine Sache des Willens, denn bei vielen alltägliche Aktivitäten kommen wir so ganz ohne Wasser nicht aus. Allerdings ist es gar nicht mal so schwer, den Verbrauch von Wasser den Tag hindurch stellenweise zu reduzieren und somit auch einen kleineren Wasserfußabdruck zu hinterlassen.

Tipp #1: Sparen mit WC-Spülungen

Moderne Toilettenspülungen verfügen oft über eine Sparfunktion, deren Nutzung einiges ausmachen. Hier lohnt sich auch die Aufrüstung auf einen Spülkasten mit einer solchen Spartaste, wenn man nur über einen älteren Spülkasten verfügt. Und wenn man schon dabei ist, bewusst über seinen Verbrauch zu reflektieren, könnte man vor dem Spülen außerdem auch noch darauf achten, wie viel Toilettenpapier man nutzt und wie viel man eigentlich braucht.

Tipp #2: Sparen bei der Hygiene

Duschen statt baden: So ganz auf das gelegentliche Entspannungsbad muss man ja nicht verzichten, aber man kann es einfach zu einer besonderen Abwechslung machen und häufig stattdessen duschen. Und während man sich beim Duschen die Haare shampooniert oder den Körper einseift, einfach kurz das Wasser abstellen. Das kann Überwindung kosten, zahlt sich aber allemal aus! Das Abstellen des Wassers zwischendurch geht natürlich auch beim Händewaschen oder Zähneputzen.

Tipp #3: Heimwerken ohne große Mühe

Wenn man beim Wassersparen im Bad, aber auch in der Küche, noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann man auch im Baumarkt nach einem Durchflussbegrenzer Ausschau halten, den es für wenig Geld zu kaufen gibt und den man ganz einfach selber an den Wasserhahn anbringen kann. Und wenn etwas undicht geworden ist: Neue Dichtungen sind eine günstige Anschaffung, kinderleicht anzubringen und verhindern, dass Wasser ungenutzt in den Abfluss fließt und dabei die Geldbörse belastet.

Tipp #4: Sauberkeit von Wäsche und Geschirr

Auf saubere Kleidung soll natürlich auch Niemand verzichten müssen. Beim Waschen von Schmutzwäsche, aber auch bei der Nutzung von Geschirrspülern, ist grundsätzlich ratsam, die Maschine voll zu beladen, damit das, was beim Waschgang an Wasser fließt, auch vollkommen genutzt wird. Hier kann sich je nach Alter des eigenen Geräts auch eine Neuanschaffung lohnen, wenn man auf Geräte mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse setzt - nämlich A+++. Sich eine neue Wasch- oder Geschirrspülmaschine ist sicher keine kleine Anschaffung, zahlt sich auf Dauer aber aus. Auf lange Zeit hin dankt es uns die Natur und unser Geldbeutel.


Älterer Post Neuerer Post