Kalorienverbrauch im Sommer und Winter

Regulierung der Körpertemperatur

Der Mensch muss seine Kerntemperatur von 37 Grad möglichst stabil halten, um sicherzustellen, dass die lebenswichtigen Stoffwechselprozesse kontinuierlich stattfinden können. Im Sommer muss der Körper gekühlt und im Winter erwärmt werden. Aber welcher dieser Vorgänge verbraucht mehr Energie?

Die Schweißdrüsen haben die Aufgabe, unsere Körpertemperatur bei Hitze niedrig zu halten. Um den Körper zu kühlen, wird Schweiß produziert, der die Haut wie ein Feuchtigkeitsfilm überzieht und dadurch für Kühlung sorgt. Gesteuert wird das Schwitzen über das Wärmezentrum, das sich in unserem Gehirn befindet. Ist die Temperatur zu hoch, so werden Signale an die Schweißdrüsen weitergeleitet, damit Schweiß produziert wird.

Im Winter, wenn die Umgebungstemperatur sehr kalt ist, muss der Körper sich erwärmen, um seine Kerntemperatur zu halten. Um die Körpertemperatur zu erhöhen, werden die Blutgefäße enger gestellt, wodurch die Durchblutung der Haut verringert wird und das Blut verstärkt in das Innere des Körpers geleitet wird. Das hat zur Folge, das die Hände und Füße abkühlen und die Muskelspannung erhöht wird, wodurch der Körper zu zittern beginnt. Dabei werden die Muskeln rhythmisch bewegt, um den Körper aufzuwärmen.

Um den Körper zu erwärmen, wird jede Menge Energie benötigt, um den Körper abzukühlen jedoch weniger. Im Winter, wenn die Umgebungstemperatur fällt, steigt also auch der Kalorienverbrauch.

Wie die Jahreszeiten unser Essverhalten beeinflussen

Merken Dir auch, dass Du im Winter oft mehr Hunger hast als im Sommer. Bei heißen Temperaturen sind leichtere Speisen wie Salate, Früchte und Gazpacho bekömmlicher, da diese erfrischen und den Körper kühlen.

Im Winter ist es hingegen üblich, reichhaltiger zu essen. Bei kalten Temperaturen sinkt die Körpertemperatur, wodurch auch der Appetit angeregt wird. Wenn wir etwas Warmes essen, steigt die Körpertemperatur, d.h. Essen hilft, den Körper zu erwärmen. In der Ernährungswissenschaft wird dieser Effekt als Thermogenese bezeichnet. Unter Thermogenese versteht man die Wärmeerzeugung durch Stoffwechselprozesse. Der Stoffwechsel wird dabei beschleunigt, denn überschüssige Energie wird verbrannt und als Wärme abgegeben. So werden mehr Kilokalorien verbraucht.

Weniger aktiv im Winter?

Die warmen Temperaturen im Sommer laden förmlich dazu ein, sich hinaus ins Freie zu begeben. Viele Aktivitäten sind im Sommer einfach verlockender, wie schöne Radtouren, Schwimmen und Planschen im Freibad oder im See, im Park Fußball oder Frisbee spielen, lange Spaziergänge oder Gartenarbeit. Durch diese Aktivitäten wird zusätzliche Energie verbrannt.

Im Winter hingegen machen viele von uns es sich lieber zu Hause gemütlich. Sich mit einer Decke aufs Sofa zu kuscheln und Fernsehen zu schauen oder ein Buch zu lesen, ist bei kalten Temperaturen einfach sehr verführerisch. Durch die mangelnde Bewegung nimmt unser Kalorienverbrauch ab.

Fazit

Egal ob Sommer oder Winter, der Kalorienverbrauch ist von Mensch zu Mensch verschieden. Die benötigte Energie ist von vielen Faktoren abhängig, so haben Männer beispielsweise einen höheren Kalorienbedarf als Frauen. Aber auch das Alter spielt eine Rolle, denn der Kalorienverbrauch sinkt bei zunehmenden Alter. Das liegt daran, dass sich mit zunehmenden Alter die Zellaktivität verringert. Der Stoffwechsel wird verlangsamt und Kalorien werden somit langsamer verbrannt. Dadurch sinkt der benötigte Kalorienbedarf. Natürlich ist auch die körperliche Tätigkeit ein weiterer wichtiger Faktor. Bei mangelnder Bewegung nimmt der Kalorienverbrauch ab und wer sich viel bewegt, benötigt zusätzliche Energie, d.h. der Kalorienverbrauch steigt.

Unabhängig von der Jahreszeit solltest Du stets darauf achten, dass Du nicht mehr Kalorien zu dir nimmst, als Du verbrauchst.


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