Tipps bei Heuschnupfen

Niesanfälle, eine unaufhörlich laufende Nase und tränende oder juckende Augen: Für Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, sind das klare Anzeichen dafür, dass die Pollensaison begonnen hat. Wenn dich Heuschnupfen plagt, dann bist du nicht allein, denn in Deutschland sind Millionen Menschen davon betroffen, von jung bis alt. In den Industrienationen ist es sogar von allen Allergien diejenige, die am häufigsten vorkommt.

Der Auslöser des Heuschnupfens sind die Pollen verschiedener Pflanzen. Das sind winzige Blütenstaubteilchen, die von Gräsern, Kräutern und Bäumen stammen und die vom Wind durch die Lüfte getragen werden. Die Hauptsaison der umherschwirrenden Pollen ist von April bis August, allerdings können die Pollen bei Allergikern auch schon in den Monaten davor oder danach noch Heuschnupfensymptome auslösen. Es ist also schwer, den Pollen zu entgehen.

Wer kann, verbringt eine Zeit am Meer oder fährt in die Berge, denn ab 1.200 Metern Höhe ist die Gegend pollenarm. Aber da ein Urlaub leider natürlich nicht immer möglich ist, verraten wir nun einige Tipps, wie du deine Beschwerden auf natürliche Weise lindern kannst.

Wie die Symptome gemildert werden können

Um nicht auf die Natur verzichten zu müssen, können Allergiker den Pollenflugalarm zur Hilfe nehmen. Dieser gibt an, wann welche Pollenart unterwegs ist und ist somit eine hervorragende Informationsquelle, um einen Ausflug hinaus ins Grüne zu planen. Es gibt zahlreiche Apps fürs Smartphone, mit denen du den Pollenflug jederzeit auch von unterwegs überprüfen kannst. Pollen, die an den Haaren hängen oder in der Kleidung stecken, können auch nachts noch reizen. Daher ist es empfehlenswert, vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen und darauf zu achten, dass getragene Kleidungsstücke nicht ungewaschen und verstreut im Schlafzimmer herumliegen.

Auch richtiges Lüften gehört zum A und O der Vorbeugung. Gelüftet werden sollte immer dann, wenn die Pollenkonzentration am niedrigsten ist. Da die Pollenkonzentration in der Stadt in der Regel am Abend am höchsten ist, sollten Stadtbewohner früh morgens lüften, so zwischen 06:00 und 08:00 Uhr. Wer auf dem Land wohnt, ist besser beraten abends zu lüften, nämlich zwischen 19:00 und 24:00 Uhr.

Außerdem kann es sich lohnen, in Pollenschutzgitter zu investieren. Es stehen dabei verschiedene Modelle zur Auswahl. Einige lassen das Licht und die Luft hindurch und viele lassen sich ganz einfach dank eines Klettverschlusses an Fenster oder Türen anbringen. Die Pollenschutzgitter mit Klettband haben zudem den Vorteil, dass sie sich mühelos aus dem Fenster- oder Türrahmen entfernen lassen und einfach in die Waschmaschine gesteckt werden können. Wenn die Pollensaison vorbei ist, können sie dann wieder von den Fenstern und Türen genommen werden.

Ernährung

Auch in Sachen Ernährung kann etwas gegen die Heuschnupfensymptome getan werden. Das wichtigste ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Daneben kann es helfen, nach Möglichkeit nur wenige histaminreiche Lebensmittel zu konsumieren. Zu den Lebensmitteln, in denen viel Histamin steckt und die daher in Maßen genossen werden sollten gehören zum Beispiel unter anderem hefehaltige Fertigprodukte, Weizenprodukte, Hülsenfrüchte, Tomaten, geräuchertes Fleisch und geräucherter Fisch, Essig und selbst Schokolade.

Nahrungsmittel, die einen hohen Gehalt an Magnesium aufweisen und andere Mineralien wie Zink und Selen und auch Vitamin C können den Ernährungsplan abrunden. Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken, um zum einen das Immunsystem zu stärken und zum anderen um die Schleimhäute zu befeuchten, damit diese eine stärkere Barriere gegen die Pollen bilden können. Alkohol hingegen kann Histamine freisetzen, wodurch die Beschwerden schlimmer werden können. Aus diesem Grund sollte möglichst auf alkoholische Getränke verzichtet werden.

Fazit:

Wer von Heuschnupfen betroffen ist, weiß, wie lästig die Symptome sind. Den Pollen kann man leider nicht komplett entfliehen, daher ist es wichtig sich darauf zu konzentrieren, wie man sich eine Linderung verschaffen kann. Probiere unsere natürlichen Tipps einfach mal aus. Falls alles nichts hilft und dir die Pollen zu sehr zu schaffen machen, dann frage auf jeden Fall deinen Arzt um Rat. Wir hoffen, dass du diese Pollensaison gut überstehst und den Sommer trotz Pollenallergie draußen in der freien Natur voll und ganz genießen kannst.





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