Natürlicher Kaffeeersatz – das sind die 5 besten Alternativen zu Kaffee

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Kaffeeersatz

Kaffee. Das schwarze Gold hat sich in nur wenigen Jahrhunderten von einer eigenartigen Mode für Großstädter und Höflinge zum täglichen Brot für Jedermann gemausert. Manche können sich ein Leben ohne Kaffee kaum vorstellen. Wenn du auch dazu gehörst, glaub uns: Ein Leben ohne Kaffee ist möglich! Welche Gründe es dafür geben kann und wie es gehen soll, seinen Kaffeekonsum etwas einzuschränken – oder gar ganz auf Kaffee zu verzichten – beleuchten wir jetzt in diesem Artikel, in dem wir die 5 besten Kaffee-Alternativen vorstellen! 

 

Warum überhaupt auf Kaffee verzichten?

 

Bevor wir auf die einzelnen Alternativen eingehen, werden wir erst einmal einer Frage nachgehen, die du dir vielleicht auch stellen wirst: „Warum soll ich denn bitte auf Kaffee verzichten? Ich trinke doch seit Jahren täglich zwei Kannen, und mir geht’s blendend!“

 

Wenn dem so ist und es dir wirklich blendend damit geht – auch wenn du mal einen oder zwei Tage ohne auskommen musst – wollen wir dir das auch auf keinen Fall ausreden. Es kann aber eben auch Fälle geben, in denen es besser sein kann, seinen Kaffeekonsum entweder zu reduzieren oder ganz auf Kaffee zu verzichten. Wie bei so vielen Lebensmitteln kann Kaffee nämlich in rauen Mengen mitunter negative Auswirkungen auf dich haben.

 

Das liegt vor allem am darin enthaltenen Koffein. Dieser Stoff ist nicht umsonst nach dem Kaffee benannt, denn mit 80 mg/100ml ist Kaffee eines der Getränke, das davon am meisten enthält. Koffein wirkt nun bekanntlich anregend, wie wir alle sicher schon mal bemerkt haben. In großen Mengen bedeutet das allerdings, dass es dabei auch unter anderem zu Schlaflosigkeit und auch einer arg verschnellerten Verdauung kommen kann. Außerdem kann Kaffee durch seine anregende Wirkung auch dazu führen, dass du reizbarer wirst und dadurch Stress und Wut stärker empfindest, als du es eigentlich solltest. Mitunter kann es auch zu Nervosität und Konzentrationsschwäche kommen.

 

Unerträglich ohne Kaffee?

 

Koffein ist zudem aus medizinischer Sicht durchaus als Droge zu betrachten. Wenn du zu denen gehörst, die ohne Kaffee „überhaupt nicht aus dem Bett kommen“, „unerträglich sind“ oder gar ausgewachsene Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit empfinden, wenn sie ihren Morgenkaffee nicht bekommen, könnte es durchaus sein, dass bei dir eine Koffeeinabhängigkeit vorliegt.

 

Wie bei anderen Abhängigkeiten kommt es auch zu einem Gewöhnungseffekt. Das heißt, dass das Koffein seine eigentliche Wirkung, nämlich das Wachmachen, gar nicht mehr erreicht, es sei denn, du nimmst sehr große Mengen zu dir. Um das zu vermeiden, solltest du dich möglichst auf zwei Tassen pro Tag beschränken und nach 17 Uhr nichts Koffeinhaltiges mehr trinken, wenn du schon auf Kaffee nicht ganz verzichten kannst oder willst.

 

Kaffee enthält zudem auch zahlreiche Inhaltsstoffe, vor allem Säuren, die empfindlichen Menschen leicht auf den Magen schlagen. Ist das Magen-Darm-System angeschlagen, sei es aus Krankheitsgründen oder nach einer durchzechten Nacht, kann Kaffee die Symptome oft verschlimmern. Bei chronischen Erkrankungen des Verdauungssystems kann entsprechend auch ein völliger Verzicht angesagt sein.

 

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck wird meist ebenfalls von Kaffeekonsum abgeraten, weil die kreislaufanregende Wirkung hier leicht nach hinten losgehen und Symptome verschlimmern kann.

 

Schließlich wird auch während der Schwangerschaft von Kaffeekonsum abgeraten, da Koffein für den Körper des heranwachsenden Embryos unverträglich sein kann.

Solltest du dich in einer dieser Beschreibungen wiederfinden, kann es sich also lohnen, über Alternativen zum Kaffee nachzudenken. Die Alternativen werden wir dir nun Einzelnen vorstellen.

 

#1 Tee

 

Zunächst einmal gibt es da Tee, wobei wir hier zunächst einmal Tee im engeren Sinne meinen, also getrocknete Blätter des Teestrauchs. In einem anderen Artikel haben wir dieses Thema auch ausgiebiger behandelt.

 

An dieser Stelle seien hier nur kurz die Vorteile präsentiert. Schwarztee kommt durch seinen kräftigen Geschmack, seine dunkle Farbe und seine im Vergleich zu anderen Teesorten stärker aufputschende Wirkung dem Kaffee am nächsten. Er bringt es aber mit 35mg Koffein pro 100ml auf nicht einmal die Hälfte des Koffeingehalts von Kaffee. Die Nebenwirkungen wie Nervosität, Unruhe und Stress fallen also entsprechend geringer aus, durch die enthaltenen Gerbstoffe ist er magenschonender als Kaffee und du hast damit dennoch einen guten Wachmacher für jeden Tag.

 

Grüntee und Matcha sind noch schonendere Alternativen, die aber in der Zubereitung etwas mehr Geschick erfordern. Weil sie aber im aber wesentlich mehr Nährstoffe enthalten als schwarzer Tee, lohnt sich die zusätzliche Mühe durchaus. Grüntee enthält zudem mit rund 10 mg pro 100ml noch weniger Koffein als Schwarztee.

 

Tee im weiteren Sinne, also Heißgetränke aus getrockneten Pflanzen wie Pfefferminze, Kamille, Baldrian, Fenchel, Lindenblättern usw. sind allerdings auch nicht zu verachten. Gerade abends können sie eine gute Alternative sein, weil sie faktisch kein Koffein enthalten.

 

#2 Kakao und Schokolade

 

Wenn wir von Kakao sprechen, meinen wir keineswegs diese unsäglichen, hauptsächlich aus Zucker bestehenden braunen Pulver, die du wahrscheinlich aus deiner Kindheit kennst. Wir meinen damit Kakao aus schwach entöltem, reinem Kakaopulver, aufgegossen mit warmer Milch und vielleicht auch etwas zur Süßung wie Zucker, Honig oder Agavendicksaft.

 

Durch diese Art der Zubereitung bekommst du einen sehr aromatischen Kakao, der auch tatsächlich aus Kakao besteht. Für die Nase bietet das ein Erlebnis, das frischem Kaffee durchaus nahekommt, während der Koffeingehalt mit rund 10mg pro 100ml deutlich geringer ist.

 

Auf ähnliche Werte kommt Trinkschokolade. Bitterschokolade mit über 80% Kakaogehalt bringt es zwar auf den stolzen Koffeingehalt von 130 mg pro 100g, allerdings verdünnt sich diese Menge in einer Tasse Milch im Verhältnis zur verwendeten Schokolade recht stark.

 

Der Nachteil von Kakao und Trinkschokolade ist hingegen, dass der Kaloriengehalt wegen der in der Milch und dem Kakao enthaltenen Fette etwas höher liegt. Dafür enthalten sie aber auch tatsächlich viele wertvolle Mineralstoffe wie beispielsweise Magnesium.

 

#3 Ersatzkaffee

 

Ersatzkaffee war ursprünglich dafür gedacht, dort einzuspringen, wo man keinen echten Kaffee haben konnte, sei es, weil das Geld fehlte, weil kein Hafen in der Nähe war oder manchmal auch aus politischen Gründen. Aus der Not machte man eine Tugend, und so aus dem „mocca faux“, dem 'falschen Mokka', den „Muckefuck“. Tatsächlich kommen alle diese Produkte im Geschmack Kaffee sehr nah, enthalten dafür aber praktisch überhaupt kein Koffein und auch kaum Zucker.

Eine der bekanntesten Kaffee-Ersatzprodukte ist Getreidekaffee. Er besteht, wie der Name schon sagt, hauptsächlich aus geröstetem Getreide, vor allem Gerste und Roggen.

 

Ein weiterer Inhaltsstoff dieses Kaffees ist oft Zichorienwurzel. Tatsächlich gibt es auch Kaffee-Ersatzprodukte, die ausschließlich daraus bestehen. Während dieser Zichorienkaffee in Frankreich und Russland aber sehr beliebt und allgemein bekannt ist, ist er hierzulande etwas in Vergessenheit geraten, mit etwas Mühe aber auch aufzufinden.

 

Eine weitere, eher in Reformhäusern aufzufindende Alternative ist Lupinenkaffee. Er wird als eines der aromatischsten und geschmackvollsten Kaffee-Ersatzprodukte angesehen und ist auch wegen seines hohen Gehalts an Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium und Vitaminen nicht zu verachten. Bei Zöliakie bzw. Glutenunverträglichkeit ist er auch deshalb eine noch bessere Alternative zum bekannteren Getreidekaffee, weil er überhaupt kein Gluten enthält.

 

#4 Heiße Zitrone

 

Kaffee trinkt man im Allgemeinen wegen seiner anregenden Wirkung. Was du vielleicht nicht wusstest ist, dass es auch andere Stoffe außer Koffein gibt, die dir den nötigen Energiekick am Morgen oder am Nachmittag verleihen können. Vitamin C beispielsweise unterstützt nicht nur das Immunsystem, sondern trägt auch zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei. Gerade im Winter schlägst du damit zwei Fliegen mit einer Klappe, und wenn du mal erkältet bist wird der Geschmack deinen durch die Erkältung eingeschränkten Geschmacksnerven auch eher entgegenkommen.

 

Das Heißgetränk mit dem wohl höchsten Vitamin-C-Gehalt ist heiße Zitrone. Im Prinzip ist das nichts weiter als der Saft einer frisch gepressten Zitrone, der mit etwas heißem Wasser und Zucker bzw. Honig aufgegossen wird. Für den zusätzlichen Pepp sorgt etwas Ingwer, am besten in Form eines frischen Stückes Ingwerknolle.

 

#5 Wasser

 

Es wird dich wohl erstaunen, dieses Getränk als Element dieser Liste zu finden. Wir haben aber durchaus gute Gründe, es hier aufzuführen. Kaffee trinkt man nämlich allgemein, um wach zu werden. Dass du aber müde bist, kann mitunter daran liegen, dass es deinem Körper nicht an Koffein, sondern schlicht an Wasser mangelt.

 

Deshydratation ist weiter verbreitet als man glaubt, und das unnötigerweise, weil wir eigentlich in einem Land leben, in dem Wasser jederzeit, überall und in bester Qualität verfügbar ist. Und tatsächlich äußert sich Deshydratation bzw. Wassermangel unter anderem auch in Müdigkeit. Wenn du häufig abgeschlafft und schwach bist, kann es mitunter genügen, einfach mal ein Glas Wasser mehr zu trinken.

 

Als Faustregel gilt dabei: Körpergewicht in kg multipliziert mit 0,03. Das Ergebnis ist dein täglicher Wasserbedarf in Litern. Bei 70 kg ergeben sich damit 2,1 l. Bei Hitze, körperlicher Anstrengung und Krankheit sollten es entsprechend mehr sein.

 

Die richtigen Nährstoffe

 

Wasser und Vitamin C sind wie gesagt zwei Nährstoffe, die dazu beitragen können, Müdigkeit und Erschöpfung vorzubeugen bzw. wenn der Körper nicht genug von ihnen hat, kann sich das unter anderem in Müdigkeit und Schwäche äußern.

Es gibt eine Reihe von weiteren Nährstoffen, bei denen das der Fall ist. Zunächst einmal sind hier viele B-Vitamine zu nennen, wie beispielsweise Vitamin B2 bzw. Riboflavin, Vitamin B3 bzw. Niacin, Vitamin B5 bzw. Pantothensäure, Vitamin B6 bzw. Pyridoxin, Vitamin B9 bzw. Folsäure und zu guter Letzt Vitamin B12 bzw. Cobalamin. Letzteres ist vor allem bei Veganern und Vegetariern ein häufiges Problem, das auch von Vegetarier-Vereinigungen immer wieder betont und angesprochen wird.

 

Ein Mangel an Eisen kann sich ebenfalls in starker Müdigkeit äußern. Eisenmangel wird zwar häufiger bei Frauen diagnostiziert, ist aber keineswegs ausschließlich auf diese beschränkt.

 

Magnesium gehört auch zu den Nährstoffen, die Müdigkeit und Erschöpfung verringern. Ironischerweise zählt ein starker Kaffeekonsum den Dingen, die zu einem Mangel an Magnesium beitragen können, weil Kaffee die Magnesiumaufnahme des Körpers behindert. Stress, Alkohol, Nikotin und starke körperliche Anstrengung können ebenfalls als Magnesiumräuber und somit Müdemacher wirken.

 

Wie bei allen Nährstoffen gilt, dass eine ausgewogene Ernährung immer noch die beste Versorgung darstellt. Solltest du dir im Unklaren darüber sein, ob bei dir eventuell doch eine Mangelerscheinung vorliegt, kann eine ärztliche Untersuchung Klarheit schaffen.

 

Fazit

 

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Alternativen zum Kaffee, und nicht alles, was wach macht, muss schwarz und heiß sein. Wenn du mehr Energie brauchst, gibt es nur ein Rezept, das wir dir noch abschließend auf den Weg geben können: Sport, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung. Du wirst sehen, dass du dann erst recht gar nicht mehr so viel Kaffee brauchen wirst!


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