Überwinde Ruhelosigkeit und innere Unruhe mit diesen 7 Schritten

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Kommst du einfach nicht mehr zur Ruhe? Zum Beispiel abends, wenn du dir eigentlich Zeit für dich selbst, Zeit zum entspannen nehmen möchtest? Oder wenn du im Bett liegst und auf deinen wohlverdienten Schlaf wartest? Wenn die Ruhelosigkeit überhandnimmt, dann ist ein erster wichtiger Schritt, die Ursachen zu erforschen und Maßnahmen zu ergreifen, um wieder zur Ruhe zu finden, bevor die innere Unruhe zur chronischen Belastung wird. Hier beleuchten wir das Thema und geben dir einige Tipps und Strategien, wie du die innere Unruhe direkt an der Wurzel bekämpfen kannst.

Wodurch kommt innere Unruhe überhaupt zustande? 

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht schon einmal Nervosität und innere Unruhe verspürt hat. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. In manchen Fällen sind sie in unserem Inneren zu finden, beispielsweise wenn wir alles perfekt machen wollen und dadurch zu hohe Anforderungen an uns selber stellen. Aber auch Enttäuschungen, die Tendenz sich rasch über Kleinigkeiten aufzuregen oder wenn Kritik anderer Menschen uns zu sehr an die Nieren geht, können uns zu schaffen machen. Neben diesen in uns selber liegenden Auslösern innerer Unruhe kann aber auch unser Umfeld eine Rolle spielen. Wenn beispielsweise unsere Mitmenschen zu viel von uns fordern, wir ständigem Stress am Arbeitsplatz oder Zuhause ausgesetzt sind, dann kann dieser Druck und Überforderung zu depressiven Verstimmungen oder sogar zu psychischen Erkrankungen führen. Daher ist es wichtig, zu lernen mit dem Stress umzugehen, um negativen Folgen vorzubeugen. 

Besonders Frauen sind öfter von innerer Unruhe betroffen, was nicht zuletzt daran liegt, dass von ihnen häufig erwartet wird, dass sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommen, wodurch sie häufig einer doppelten Belastung ausgesetzt sind. Aber auch die Wechseljahre können ihren Teil dazu beitragen, denn die Hormone spielen während dieser Zeit verrückt und die starken Hormonschwankungen gehen oft mit Ruhelosigkeit und Nervosität einher.

Die Auswirkungen von häufiger Ruhelosigkeit

Ständige Ruhelosigkeit kann sich auf unterschiedliche Weise auf den Körper auswirken. Die meisten von uns haben ab und zu mit Stress und Anspannung zu kämpfen und in der Regel setzt nach einer Anspannungsphase eine Phase der Entspannung ein. Während dieser Zeit finden im Körper bestimmte Reaktionen statt, die für Erholung sorgen. Unsere Atmung wird ruhig und regelmässig, die Herzfrequenz wird langsamer und unser Kreislauf muss weniger Leistung vollbringen, der Körper ist entspannt und kann sich dadurch wieder von den Strapazen erholen. Wenn unser Körper jedoch nicht in der Lage ist sich regelmässig zu entspannen, dann leidet unter anderem unser Herz-Kreislauf-System darunter. Unser Körper ist dann weniger in der Lage, Krankheiten abzuwehren, wodurch wir schneller krank werden können.

Konstanter Stress wirkt sich aber nicht nur auf unseren Körper, sondern auch auf unsere Psyche aus. Daher benötigt auch unsere Psyche eine Auszeit, um sich zu erholen. Diese Erholung ist wichtig, um negativen Folgen wie Konzentrationsstörungen oder gar einer Depression vorzubeugen. Mit Ängsten und Depressionen ist nicht zu Spaßen und in einem solchen Fall ist es wichtig, sich umgehend von einem Arzt oder Therapeuten behandeln zu lassen. Ein erfahrener Therapeut ist in der Lage zu erkennen, ob die Angst bereits einen Krankheitscharakter erreicht hat und aufgrund dieser Diagnose eine geeignete Therapie zu wählen. Um wieder ein Gleichgewicht herzustellen, werden im Rahmen der Therapie sowohl der Körper als auch die Psyche zu gleichen Teilen berücksichtigt. Das Ziel ist es mit der Behandlung die Beschwerden zu bekämpfen und wieder für Gelassenheit zu sorgen.

Das sind die möglichen Ursachen und Symptome

Es gibt verschiedene Ursachen, die innere Unruhe hervorrufen können. Stress spielt dabei die Hauptrolle. Daneben gibt es aber auch eine Reihe an weiteren psychischen Faktoren, die innere Unruhe zur Folge haben können. Aber nicht nur psychische Faktoren können zu innerer Unruhe führen, sondern auch körperliche Beschwerden und Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem:

  • Unterzuckerung
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Anämie
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Probleme mit dem Herz und Herz-Kreislauf-System
  • ein vegetatives Nervensystem im Ungleichgewicht.

Die Symptome innerer Unruhe sind vielfältig. Häufige Leiden sind:

  • Nervosität
  • Zittern
  • Schwitzen
  • schneller Atem
  • Herzklopfen
  • Muskelverspannungen
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung
  • Angst
  • Schmerzen

Schlafstörungen

Wer Ruhelosigkeit und innere Unruhe verspürt, der leidet häufig auch unter Schlafstörungen. Wenn wir es tagsüber nicht schaffen uns zu entspannen, dann ist es in der Regel auch am Abend schwer, zur Ruhe zu kommen. Das Ergebnis: Wir erhalten nicht den erholsamen Schlaf, den wir so dringend benötigen, um gut ausgeruht in den nächsten Tag zu starten. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass wir wieder unruhig und unausgeglichen sein werden. Einschlafstörungen und auch Durchschlafstörungen führen zu Schlafmangel, wodurch nicht nur Müdigkeit, sondern auch Unausgeglichenheit und eine zunehmende Reizbarkeit entsteht.

Wäre es aber nicht herrlich, endlich mal wieder sorglos zu schlafen? Es gibt eine gute Nachricht, denn in vielen Fällen existieren einfache Maßnahmen und natürliche Mittel und Wege, um für einen gesunden Schlafrhythmus zu sorgen und der Gereiztheit am nächsten Morgen vorzubeugen. Welche Mittel das sind, verraten wir dir im Folgenden.

Tipps, um innere Unruhe zu bekämpfen

Es gibt glücklicherweise eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Selbsthilfe, um Anspannung zu bewältigen und für Entspannung zu sorgen - von Sport über Hausmittel und pflanzliche Präparate bis hin zu Entspannungsübungen. Denke aber daran, dass diese Tipps keinen Arztbesuch ersetzen.

#1 Analyse: Schaffe dir einen Überblick

Manchmal hilft es, die Dinge aufzuschreiben, um eine klarere Sicht zu erhalten. Welche Rolle spielt deine eigene Lebenssituation hinsichtlich deiner inneren Unruhe? Wann und unter welchen Umständen tritt die innere Unruhe auf? Erstelle eine Liste und denke dann darüber nach, was die beste Art und Weise wäre, um diesen Situationen Herr zu werden. Welche Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung? Schreibe diese auf, damit du später wenn nötig auf diese Liste zurückgreifen kannst.

#2 Um Hilfe bitten: Du bist nicht allein

Viele Menschen glauben, dass sie allein mit ihren Aufgaben und Problemen fertig werden müssen. Dabei ist es für das Wohlbefinden besser, auch mal andere um Hilfe zu bitten. Dies gilt sowohl auf der Arbeit als auch im privaten Umfeld. Versuche nicht mehr Aufgaben anzunehmen, als du ausführen kannst und wenn es doch einmal zu viel wird, dann scheue nicht davor zurück, Aufgaben an deine Mitmenschen abzugeben - schließlich ist es auch auf längere Sicht hin wichtig, einen Burnout zu vermeiden.

#3 Sport: gut für Körper und Seele

Wenn es schwer fällt, die Gedanken abzuschalten, dann kann Bewegung an der frischen Luft Wunder bewirken, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Es muss kein ausgedehntes Training sein, denn schon ein wenig Bewegung im Freien kann helfen. Wie wäre es also mit einem schönen Spaziergang, Joggen oder Nordic Walking im Park oder am Wasser? Suche die für dich passende Sportart aus, um die innere Unruhe zu bekämpfen. Dabei kannst du dich wunderbar auf dich selbst konzentrieren, deine Gedanken sammeln und ordnen.

#4 Entspannungstechniken: mal ganz bewusst loslassen

Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training sorgen für einen gleichmäßigen Atem und pure Entspannung. Mit autogenem Training kannst du beispielsweise deine Gedankenkraft nutzen, um mehr innere Ruhe zu erhalten. Wenn du unter stressbedingten Schlafproblemen leidest, dann such dir eine dieser Techniken aus und führe einige sanfte Übungen kurz vor dem Schlafengehen aus. Du wirst danach zufrieden ins Bett gehen, deinen Schlaf verbessern und in vielen Fällen endlich wieder durchschlafen können.

#5 Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Neben den oben erwähnten Entspannungstechniken gibt es ein weiteres besonderes Entspannungsverfahren, das dazu dient, durch bewusstes Anspannen und Entspannen bestimmter Muskelgruppen für eine tiefe Entspannung des gesamten Körpers zu sorgen: die progressive Muskelentspannung nach Jacobson, die manchmal auch nur als PME bekannt ist. Bei dieser Methode werden einzelne Muskelpartien der Reihe nach angespannt, die Spannung kurz gehalten und dann wieder gelöst. Die Aufmerksamkeit wird hierbei auf den Übergang von Anspannung auf Entspannung gelenkt und auf das dadurch ausgelöste Gefühl. Die Körperwahrnehmung wird dadurch verbessert und die Muskelspannung wird unter das normale Level gesenkt. Nach und nach soll es dadurch gelingen, eine muskuläre Entspannung zu bewirken, wann immer dies gewünscht wird. Die Muskulatur zu entspannen soll außerdem dazu führen, dass auch andere Symptome körperlicher Ruhelosigkeit verringert werden. Dazu zählen zum Beispiel Herzklopfen und Herzrasen, Zittern und Schweißausbrüche.

#6 Was nie fehlen darf: Ernährung

Wie so oft gilt auch hier: Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O eines gesunden Lebensstils. Nahrung kann deine Stimmung nämlich deutlich beeinflussen und es gibt bestimmte Lebensmittel, die innere Unruhe verstärken können. So wirkt sich zum Beispiel Kaffee auf das Nervensystem aus, denn das darin enthaltene Koffein setzt das Stresshormon Cortisol frei, wodurch das Stressniveau dauerhaft hoch bleibt. Auch Alkohol hat einen großen Einfluss auf deine innere Ruhe. Abhängig von der Alkoholmenge kann im zentralen Nervensystem die Reizübertragung gehemmt werden, was eine erhöhte Sensivität zur Folge hat. Dadurch werden Emotionen stärker erlebt und Nervosität, depressive Verstimmungen und Angstzustände können ausgelöst werden. Nahrung wie Weißbrot, Pasta oder andere Lebensmittel, die aus schnellen Kohlenhydraten oder Zucker bestehen, sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt, dann allerdings kurz darauf wieder steil abfällt. Gleichzeitig sinkt auch deine Energie und dieser An- und Abstieg des Blutzuckers führt zu einem Stimmungstief und innere Unruhe. Aus diesem Grund sollten solche Lebensmittelarten vermieden oder verringert werden und stattdessen auf natürliche und ausgewogene Nahrung geachtet werden, die voller Vitamine, Mineralstoffe, wichtige Fettsäuren und Aminosäuren stecken — schließlich heißt es nicht umsonst “Nervennahrung”. Das Vitamin B12 trägt beispielsweise zu einer normalen psychischen Funktion bei und zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung. Generell sollten frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte auf dem täglichen Speiseplan stehen.

#7 Altbewährte Hausmittel

Bevor zu Medikamenten gegriffen wird, gibt es eine Reihe an natürlichen Hausmitteln, die ausprobiert werden können. Heilpflanzen, Heilkräuter und Homöopathie stellen natürliche Hilfsmittel gegen innere Unruhe dar, wie beispielsweise Baldrian zur Beruhigung. Aber auch ein schönes warmes Bad mit Lavendel kann für Linderung und Entspannung sorgen und körperliche und psychische Blockaden lösen. Für unterwegs eignet sich Lavendelöl, das auf die Schläfen und Stirn getupft werden kann, um Anspannung und Herzrasen zu bewältigen. Hopfen ist ein weiteres rein pflanzliches Beruhigungsmittel, das effektiv gegen innere Unruhe helfen kann. Trinke mehrmals täglich eine Tasse Hopfentee. Dazu einfach ein bis zwei Teelöffel getrockneten Hopfen mit heißem Wasser übergießen und etwa 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Besonders wirkungsvoll bei Schlafstörungen ist dieser Tee, wenn er etwa eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen getrunken wird. Auch Massagen sind eine tolle Möglichkeit, um sich zu entspannen.

Fazit

Es ist nicht immer einfach für einen gesunden Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung zu sorgen. Wer ab und zu ein wenig innere Unruhe verspürt, der muss sich in der Regel jedoch keine Sorgen machen. Mit einer ausgeglichenen Ernährung, Bewegung, natürlichen Hausmitteln, Entspannungsübungen und weiteren Maßnahmen ist es möglich, die Symptome von Unruhe effektiv zu bekämpfen. Bei dauerhafter innerer Unruhe ist es jedoch notwendig den oder die Auslöser zu finden und zu reduzieren. In schlimmen Fällen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, damit deine Gesundheit nicht beeinträchtigt wird. Nur Mut, denn sobald du etwas gegen die innere Unruhe unternimmst, wirst du dich schon bald wieder besser und ausgeglichener fühlen und die Ruhelosigkeit, das ständige Grübeln, Schlafstörungen usw. werden der Vergangenheit angehören.


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